23 neue Akten in Sachen Terrorismus pro Monat

Seit Anfang 2017 hat die Bundesstaatsanwaltschaft 189 neue Akten in Verbindung mit Terrorismus angelegt. Das sind durchschnittlich 23 Akten pro Monat.

Im Vergleich zum Rekordjahr 2015 (26 Akten pro Monat), als viele Syrienkämpfer aufgebrochen sind, stellen diese Zahlen einen Rückgang dar, so berichten die Zeitungen L’Echo und De Tijd. Die in diesem Jahr neu eröffneten Akten beziehen sich hauptsächlich auf Terroristen, die nicht in Syrien waren.

Profil wird jünger

Im Vergleich zu 2014 (insgesamt 195 Akten) werden es bis Ende 2017 einen neuen Anstieg geben. Neben dem noch immer großen Risiko eines Terroranschlags wird die Zunahme auch damit erklärt, dass die Polizeidienste erstmals über eine große Menge an Informationen über Terrorismus verfügen.

Den neuen Akten ist zu entnehmen, dass die Verdächtigen stets häufiger in Belgien aufgewachsen und nie nach Syrien gereist seien. Oft seien die verdächtigen Personen heute jünger.

Auf Bundesebene beschäftigen sich zwölf Richter ausschließlich mit Terrorismusangelegenheiten.