Abriss Ford Genk für neues Gewerbe und 2.500 Jobs

Am Donnerstag hat der Abriss des ehemaligen Automwerks von Ford in Genk begonnen. An diesem Standort soll ein neues Gewerbezentrum mit über 2.500 Arbeitsplätzen entstehen. Flanders Wirtschaftsminister Muyters (N-VA) erhofft sich einen neuen Boost für Genk und Limburg.

2012 hatte Automobilkonstrukteur Ford die Schließung seines 1962 gebauten Werks im limburgischen Gent und seinen Umzug ins spanische Valencia angekündigt. 6.000 direkte und indirekte Beschäftigte verloren ihre Arbeit in Genk und Umgebung. 

Mit 4.210 Mitarbeitern war Ford Genk der größte Arbeitgeber in der Provinz Limburg und die zweitgrößte Automontagefabrik in Belgien.

140 ha für neue Industrieprojekte

Fünf Jahre später beginnen die großen Abrissarbeiten, bei denen 140 Hektar Anlagen und Gebäude dem Boden gleichgemacht werden. Das Bundesland Flandern kaufte das gesamte Gelände 2013 und entwickelte mit mehreren Projektpartnern den Sanierungs- und Wiederaufbauplan Masterplan Ford Genk.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Genk und der flämischen Wasserwegegesellschaft will Wirtschaftsminister Philippe Muyters hier eine neue Industriezone und 2.500 bis 3.000 neue Arbeitsplätze  kreieren.

Grüne Logistik mit mehr Schifffahrt

Eines der Entwicklungsprojekte heißt Genk Green Logistics und zielt auf einen 40 Hektar großen Logistikpark nach Maß für E-Commerce- und Hightech-Unternehmen ab.

In einer anderen Entwicklungszone in der Nähe der Wasserwege werden sich das Transportunternehmen H. Essers und die Hafengesellschaft Genk NV niederlassen. Auf dem 50 Hektar großen Gelände ist ein neues Vertriebslager mit 130.000  Containern geplant, in das 75 Millionen Euro gepumpt werden. Das Projekt soll seinerseits auch ca. 350 Arbeitsplätze schaffen.

"Unternehmen, die sich hier niederlassen, wollen von den Vorzügen der Binnenschifffahrt profitieren", unterstrich die Vorsitzende der Binnenschifffahrtsgesellschaft. Mit diesen Investitionen sollen monatlich auch ca. 1.800 Lkws aus dem Verkehr ferngehalten werden.