Der Brüsseler Hafen ist weiter im Aufwind

Der Schiffsverkehr auf dem Kanal Antwerpen-Brüssel-Charleroi (Foto) hat sich im ersten Halbjahr 2017 um fast 10 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr steigern können. Wie die Brüsseler Hafenverwaltung am Freitag bekanntgab, stieg auch der Durchgangsverkehr von Binnenschiffen durch den Brüsseler Hafen.

Die Zahl der Binnenschiffe, die den Kanal durch den Brüsseler Hafen ohne zu laden und zu löschen durchfahren, stieg in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um fast 17 % im Vergleich zu 2016. Ein Grund dafür ist laut der Brüsseler Hafenverwaltung auch die Tatsache, dass es in diesem Jahr noch keine Unterbrechung dieser äußerst wichtigen Wasserstraße gegeben hat - weder durch die Havarie eines Schiffes, noch durch aufwändige Bauarbeiten.

Binnenschiffe, die in Brüssel ent- oder beladen wurden, transportieren im Laufe des ersten Halbjahres 2017 in erster Linie Baumaterial - 1,25 Mio. Tonnen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen auch um Abraum aus Baustellen im Brüsseler Stadtgebiet, der via Binnenschifffahrt abtransportiert wird.

Steigenden Tendenzen bestätigen sich auch im Transport von (Erd)Ölprodukten via Kanal und ganz besonders auch im Bereich Container. Zwischen Januar und Juli wurden 40 % mehr Container im Brüsseler Hafen geladen oder gelöscht, als im gleichen Vorjahreszeitraum, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ dazu meldet. Dies ist unter anderem auf Lieferungen von Früchten und Obst per Container aus dem Seehafen Antwerpen in die belgische Hauptstadt zurückzuführen.

Metalltransporte

Widersprüchliche Beförderungszahlen liegen zum Transport von Metall vor. Während der Transport von Erz und Schrott um 48 % anstieg, sank das Behandeln von anderen Stahl- und Metallprodukten um glatt die Hälfte. Im Bereich Agrarprodukte (+23 %) und Lebensmitteltransporte (+26 %) per Binnenschiff stiegen die Zahlen hingegen auffällig.

Generell gesehen ist der Brüsseler Hafen mit den Verkehrsentwicklungen in der eigenen Region sehr zufrieden. Insgesamt sorgte der Transport von Gütern und Waren per Binnenschiff von und nach Brüssel für 600.000 Lastwagenfahrten weniger in der Hauptstadt.