Zu wenig Hausärzte in Flanderns Kommunen

Immer mehr Städte und Gemeinden im belgischen Bundesland Flandern haben mit einem Rückgang bis hin zu einem Mangel an Hausärzten zu kämpfen. Laut einer Erhebung der flämischen Landesagentur für Pflege und Gesundheit stieg die Zahl der kommunalen Zonen mit einem Mangel an Hausärzten im Laufe eines Jahres von 185 auf 204 Regionen.

Kommunale Zonen, die in Flandern als „medizinische Mangelzonen“ ausgewiesen sind, sind Regionen, in denen die Zahl der Hausärzte unter 90 pro 100.000 Einwohner liegt. In dünnbesiedelten Zonen von weniger als 125 Einwohner pro Quadratkilometer liegt die Grenze bei 120 Hausärzten pro 100.000 Einwohnern.

Im Laufe nur eines Jahres stieg die Zahl der kommunalen Zonen mit akutem Mangel an Hausärzten von 185 auf 204 Regionen. Tatsache ist, dass viele Hausärzte, die in Rente gehen, keine Nachfolger mehr finden, die ihre Praxen mitsamt ihrer Patientenschaft übernehmen wollen.

Die flämische Landesregierung bietet Ärzten, die sich in einer solchen Zone niederlassen möchten, einen Startzuschuss über 20.000 €, um den Notstand in den Griff zu bekommen. In 15 Zonen allerdings konnte dieser Notstand behoben werden. Wahrscheinlich half diese Prämie aus der Landeskasse dabei. Letztes Jahr beantragten 159 Ärzte in Flandern eine solche Prämie und 2015 wurden 99 Zuschüsse gewährt.

Doch das allgemeine Problem der Vergreisung der Hausärzte auf dem Land und der akute Mangel an potentiellen Nachfolgern wird damit kurzfristig wohl nicht gelöst.