Hilfe für Firmen, die Fipronil-Opfer wurden

Auf der Internetseite des belgischen Finanzministeriums ist seit Samstag ein Formular zu finden, mit dem Unternehmen, die von der Fipronil- und Eierkrise in unserem Land betroffen sind, einen Antrag auf Zahlungserleichterungen in den Bereichen Unternehmens- und Mehrwertsteuer stellen können.

Bundesfinanzminister Johan Van Overtveldt (N-VA) ließ am Samstagabend mitteilen, dass diese Zahlungserleichterungen für die von der Fipronil-Krise im Eiersektor betroffenen Unternehmen zu einem Maßnahmenpaket gehören, das von der Bundesregierung zur Unterstützung der entsprechenden Betriebe erarbeitet worden ist.

Das bedeutet für die betroffenen Unternehmen, darunter viele Eier- und Geflügel-Höfe, dass für das dritte Quartal 2017 keine Verzugszinsen auf verspätete Zahlungen bzw. unter Umständen auch keine Strafgebühr für ausstehende oder nicht bezahlte Angaben berechnet werden.

Jede natürliche oder Rechtsperson, die auf der einen oder anderen Art und Weise mit dem Geflügelsektor oder mit daran gebundenen Betriebszweigen zu tun hat, kann einen solchen Antrag auf Freistellung von solchen Gebühren beantragen, so der Finanzminister.

Sie müssen allerdings mit Dokumenten belegen können, dass sie in der Folge der Fipronil-Krise finanziellen Schaden erlitten haben, wie z.B. Umsatz- oder Absatzrückgang, annullierte Bestellungen oder Reservierungen und andere Probleme innerhalb der Lebensmittelkette.

Das Formular ist auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums zu finden, wo es heruntergeladen oder ausgedruckt werden kann. Wie leider zu oft üblich, ist dieses Formular nur in Niederländisch und Französisch abrufbar und nicht in Deutsch, der dritten Landessprache in Belgien.