IS reklamiert Brüsseler Messerangriff für sich

Die islamistische Terrorgruppe IS hat den Messerangriff am Freitagabend in Brüssel auf drei belgische Soldaten für sich reklamiert. In einem Bekenner-Kommunikee heißt es dazu, dieser Anschlag sei eine der Antworten auf den Aufruf, jene Länder anzugreifen, die Teil der internationalen Anti-IS-Koalition seien. Belgien gehört zu dieser Koalition.

Ein 30 Jahre alter Somalier mit belgischer Staatsangehörigkeit hatte am Freitag im Zentrum von Brüssel drei Soldaten mit einem Messer angegriffen und dabei seinen Gott gepriesen. Er verletzte zwei der drei Soldaten, wurde jedoch mit zwei Schüssen niedergestreckt. Er erlag noch am gleichen Abend in einer Klinik seinen Verletzungen.

Nach Angaben verschiedener Behörden, Ausländeramt, Innenministerium und die Stadtverwaltung von Brügge, wo der Mann gelebt hatte, war der Angreifer polizeilich nur durch Bagatelldelikte bekannt gewesen. Hinweise auf islamistische Radikalisierung oder Terrorismus lagen nicht vor. Allerdings sei der Mann rund vier Monate lang vom Erdboden verschwunden gewesen, wie aus Brügge verlautete.

Von staatlicher Seite her scheint festzustehen, dass einer der angegriffenen Soldaten seine tödlichen Schüsse aus gesetzlicher Selbstverteidigung abgegeben hatte. Laut Staatsanwaltschaft Brüssel „feuerte der Soldat Schüsse ab, die konform zu den ‚rules of engagement‘ waren und innerhalb des Rahmens der gesetzlichen Selbstverteidigung lagen“.