Sicherheit: Belgiens Armee stellt 200 IT-Fachleute ein

Das belgische Verteidigungsministerium wird in den kommenden Jahren 200 Computerexperten einstellen, die dabei helfen sollen, unser Land besser gegen Cyberattacken zu wappnen. Dieses Jahr sind bereits 30 entsprechende Stellenangebote beim Hauptquartier des militärischen Nachrichtendienstes in Evere in Brüssel ausgeschrieben worden.
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In den vergangenen Monaten hat das „Cyber Security Operations Center“ des militärischen Nachrichtendienstes in Evere schon rund 30 Stellengesuche für IT-Fachpersonal ausgeschrieben. Insgesamt kann das Verteidigungsministerium für diesen Bereich im laufenden Jahr 92 neue Fachkräfte für diesen Bereich anwerben, wie die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd in ihrer Dienstagsausgabe dazu meldet.

Die neuen Computerexperten sollen dabei helfen, Belgien besser gegen Cyberangriffe zu wappnen. In erster Instanz sollen diese IT-Leute militärische Bereiche verteidigen, wie Waffensysteme oder Kommunikationsnetzwerke. Doch soll diese in absehbarer Zeit größte belgische IT-Sicherheitstruppe des Landes ihre Fähigkeiten im Falle des Falles auch mit anderen sicherheitsrelevanten Bereichen teilen, verlautete aus dem Bundesverteidigungsministerium.

Verteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA - kl. Foto) erhält damit sowohl personell, als auch finanziell von der Regierung die Mittel, um unser Land in dieser Hinsicht abzusichern.

Auch Belgien drohen mehr und mehr Angriffe aus dem Cyberbereich, so Minister Vandeput. Selor, das staatliche belgische Rekrutierungsamt, soll die von der Armee gesuchten Experten aussuchen. Um Kandidaten zu finden, die über die notwendigen Fähigkeiten verfügen - die z.B. ausreichende Kenntnis im Bereich „hacken“ haben - soll mit den Anforderungen bezüglich Diplome „etwas weniger streng“ gesucht werden, wie Verteidigungsminister Vandeput gegenüber De Tijd angab: „Die Verteidigung gibt Profilen den Vorzug, die auf diesem technischen Gebiet sofort verfügbar sind. Über Ausbildungen und die Sammlung von Erfahrung ‚on the job‘ können sich die neuen Mitarbeiter in Richtung einer Spezialistenfunktion weiterentwickeln“.

Ganz nebenbei bemerkt. Wie viele Cyberexperten derzeit schon beim „Cyber Security Operations Center“ des militärischen Nachrichtendienstes tätig sind, ist streng vertraulich. Tatsache ist aber, dass diese Zahl mittelfristig um weitere 200 Mitarbeiter aufgestockt werden wird.