Antwerpens "Hofkamer" ist fertig restauriert

In Antwerpen ist die Restaurierung der „Hofkamer“, dass Prunkzimmer im Haus des Kulturerbeverbandes Herita, „Den Wolsack“, abgeschlossen worden. Dieser prunkvolle Raum aus dem 18. Jahrhundert mit seinem einmaligen Deckengemälde „Götter auf dem Olympusberg“ wird im Herbst wieder öffentlich zugänglich werden. Seit 2013 wurde an der Restaurierung des Raumes gearbeitet. In den Jahrzehnten davor war es in Vergessenheit geraten und dem Verfall preisgegeben.

Im Jahre 2002 kam die „Hofkamer“ wieder in den Fokus der Denkmalschützer, denn damals zog Flanderns Kulturerbeverband Herita in das Gebäude ein, in dem sich dieses Prunkzimmer befindet, nämlich in das Herrenhaus „Den Wolsack“. Das ist eine Art Hinterhaus des Nobelanwesens einer Familie, die in der Wollindustrie in Antwerpen reich geworden ist. Das Haupthaus stammt aus dem 14. Jhdt. „Den Wolsack“ liegt an der Oude Beurs unweit des Rathauses und des Großen Markts in Antwerpen.

"Götter auf dem Olympusberg"

„Den Wolsack“ ist fast fertig und inzwischen ist auch das monumentale Deckengemälde „Götter auf dem Olympusberg“ wieder an seinem angestammten Platz. Mit einer Fläche von 65 m² ist das Kunstwerk aus dem Jahr 1772 das größte Deckengemälde auf Leinwand in Westeuropa (Foto unten). Der Maler, der dieses Bild geschaffen hat, ist bis heute nicht bekannt.

Zuschüsse und Crowdfunding

Die gesamte Restaurierung inklusive Deckengemälde kostete rund 1,6 Mio. €, was mit Zuschüssen aller Art finanziert wurde - auch mit Geldern aus der Flämischen Gemeinschaft. Aber, eine Summe über 140.000 € steuerten auch private Spender und Mäzene bei, was Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois (N-VA), der das Resultat schon am Mittwoch in Augenschein nahm, besonders freute: „Ich hoffe, dass die Suche nach Crowdfunding für diese Art von Projekten in Zukunft noch öfter gelingt. Das notwendige finanzielle Potential liegt vor und die dazugehörigen steuerlichen Instrumente sind inzwischen auch vorhanden.“