Bahnstreik für den 10. Oktober geplant

Es ist bereits seit über einem Jahr her, dass bei der belgischen Eisenbahn gestreikt wurde - eine lange Zeit für dieses Land. Doch jetzt kündigt die sozialistische Bahnarbeitergewerkschaft ACOD Spoor für Dienstag, den 10. Oktober, einen 24-Stunden-Streik an. Dieser Streik schließt sich einem nationalen Aktionstag gegen die Politik der belgischen Mitte-Rechts-Regierung an.
Jasper Jacobs

Am 10. Oktober organisiert die sozialistische Beamtengewerkschaft in Brüssel einen sogenannten „Re-Aktionstag“ gegen die ihrer Ansicht nach unsoziale Politik der belgischen Bundesregierung gegenüber dem öffentlichen Dienst. Das betrifft z.B. die jüngsten Anpassungen in Arbeitsrecht, die flexibleren Arbeitszeiten, die hier immer populärer werdenden Minijobs, die stufenweise Erhöhung des Rentenalters und vieles andere mehr.

Die sozialistische Eisenbahnergewerkschaft schließt sich diesem „Re-Aktionstag“ mit einem 24-Stunden-Streik an, bei dem aber auch ein Fokus auf bahnspezifische Themen gelegt wird. Hier richtet sich das Augenmerk z.B. gegen eine mögliche Privatisierung der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB, die in den vergangenen Tagen zu einem nicht wirklich ausführlich debattierten Sommerthema wurde, gegen den Abbau des Beamtenstatutes und der Pensionsrechte bei der Bahn.

Ab sich dem Bahnstreik auch die sozialistische ACV Transcom anschließen wird, soll in der kommenden Woche deutlich werden. Und ob sich weitere Gewerkschaften auch dem „Re-Aktionstag“ anschließen, muss ebenfalls noch abgewartet werden. Die sozialistischen Eisenbahner können durch den Bahnstreik an diesem Aktionstag in Brüssel teilnehmen, wenn sie es denn durch die Staus zeitig in die Hauptstadt schaffen.