Rote Teufel akzeptieren niedrigere Prämien

Der belgische Fußballverband KBVB hat sich mit den Spielern der Nationalmannschaft, die sogenannten Roten Teufel, auf ein neues Prämiensystem geeinigt. Das bedeutet, dass sich die Fußballer mit niedrigeren Prämien zufrieden geben müssen. Der Verband kann damit jährlich viel Geld sparen. Doch die vorangegangenen Verhandlungen dauerten lange und waren kompliziert.

Für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 sowie für die Europameisterschaft 2020 erhalten die Roten Teufel Prämien, die 15 % unter dem liegen, was sie heute einstreichen. Falls die Nationalfußballer bei den anstehenden Wettbewerben gar schon in der Gruppenphase ausscheiden, fallen die Prämien um 40 % geringer aus.

Das etwas an der Höhe der Prämien nicht in Ordnung war, beweist die Tatsache, dass die Roten Teufel für das Erreichen des Viertelfinales bei der WM in Brasilien höhere Prämien einstreichen durften, als die Deutschen, die damals Weltmeister wurden…

Der Verband wollte und musste etwas an der Situation ändern, doch die ersten Gespräche verliefen träge. Tempo kam erst wieder in die Verhandlungen, als Nationalkapitän Vincent Kompany (kl. Foto) nach langer Verletzungspause wieder zur Gruppe stieß. Danach bewegten sich beide Partner aufeinander zu, was der KBVB ausdrücklich begrüßte: „Die Spieler gehen einen wichtigen Schritt für den belgischen Fußball.“ Der KBVB zeigt sich der Mannschaft besonders erkenntlich dafür, dass sie sich in dieser Frage positiv aufgestellt hat.

Die entsprechende Vereinbarung zwischen der Nationalmannschaft und dem Verband sieht zunächst folgendes vor: Im Vergleich zu bisher wird den Spielern für die Qualifikation der WM in Russland eine Prämie gezahlt, die 40 % unter dem liegt, was bisher für eine solche Qualifikation gezahlt wurde.

Falls sie in Russland schon während der Gruppenphase ausscheiden, fällt die Prämie ebenfalls um 40 % geringer aus. Ab dem Erreichen des Achtelfinales liegen die Prämien um 15 % unter dem bisher Ausgezahlten. Das Abkommen gilt bis nach der WM 2022. Dann wird neu verhandelt.