App und Wanderatlas für die Brüsseler Region

Das regionale Brüsseler Mobilitäts- und Verkehrsministerium hatte vor einiger Zeit die Vereinigung „Trage Wegen“, was so viel, wie „langsame Wege“ heißt, damit beauftragt, Projekte zu entwickeln, über die Brüssel und sein Umland für Fußgänger und Wanderer interessant gestaltet werden können. Jetzt wurden drei Projekte vorgestellt: Eine App, ein Wanderatlas und Fußgängerkarten, die an den Bushäuschen ausgehängt werden.

Brüssels regionaler Verkehrsminister Pascal Smet (SP.A) und die Vereinigung „Trage Wegen“ stellten in dieser Woche die neuen Wander-Tools für die Hauptstadtregion vor. Unter dem Titel „be walking, be.brussels“ laufen gleich drei Angebote für Fußgänger, Spaziergänger und Wanderer in Brüssel.

Das sind eine App, ein Wanderatlas und Fußgänger-Stadtkarten, die an den Bushaltestellen in der gesamten Hauptstadt-Region ausgehängt werden sollen. Diese Tools zeigen ebenso Wege quer durch die Brüsseler Innenstadt, wie auch durch das ländliche Umland und die Dörfer und Weiler, die am Rande der Hauptstadt die Region als solche „abrunden“.

Vorläufig ist die App noch nur für Android-Smartphones nutzbar, doch eine iOS-Version wird in Kürze folgen.

Erstellt hat dies die Vereinigung ohne Erwerbszweck „Trage Wegen“, eine Bewegung, die sich der „entschleunigten Fortbewegung“ verschrieben hat. Und diese in ganz Flandern aktive Bewegung konnte über 800 Brüsseler dazu bewegen, Tipps zu geben und Wege anzudeuten, die sonst kaum öffentlich bekannt sind, geschweige denn genutzt werden.

Das Ganze ist quasi ein Hoch auf die Brüsseler Gässchen und Querfeldeinwege, auf die Abkürzungen und die abseitigen Durchgänge, auf die Möglichkeit, „anders zu gehen“ und auch wichtige Gänge auf eine angenehme Art und Weise abzukürzen oder auch zu verlängern...
 

800 km angenehme und kurze Wege

Dabei kam ein Verzeichnis heraus, dass seinesgleichen sucht. Nicht weniger als 800 km (!) Pfade, Gassen, Gerechtsame, Feldwege und andere Sträßchen, die vom Autoverkehr nicht genutzt werden (können), kamen hier zusammen. Diese Tools richten sich nicht nur an die Touristen, sondern auch und gerade an die Brüsseler selbst.

Sie werden damit quasi aufgefordert, sich als „Tourist in der eigenen Stadt“ zu bewegen. Brüssel ist eben immer eine eigene Reise wert, auch wenn es sich um eine Reise in der eigenen Heimat handelt. Ach ja, wem der Weg zu einer solchen Wandermöglichkeit zu Fuß zu weit ist, dem empfiehlt Brüssels Verkehrsminister Smet die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel…

So grün kann Brüssels Umland sein