Ein "abnormal" warmer und trockener Sommer

Die Meteorologen der Königlichen Wetterwarte (KMI) in Ukkel bei Brüssel bewerten den vergangenen Sommer als „abnormal“ warm und trocken. Die in Ukkel gemessene Durchschnittstemperatur lag über 1°C höher, als normalerweise. Und die Regenmenge lag deutlich unter dem Normalfall.

Die an der Wetterwarte in Ukkel gemessene Durchschnittstemperatur für die Sommermonate Juni, Juli und August lag bei 18,6°C. Normalerweise liegt dieser Wert in unseren (belgischen) Breitengraden bei 17,5°C. Auch die durchschnittlichen Maximum- und Minimumtemperaturen lagen in den vergangenen drei Sommermonaten höher, bzw. niedriger, als gewöhnlich, nämlich bei 21,3°C respektive bei 13,9°C.

Besonders „abnormal“, wie dies bei Meteorologen genannt wird, war die Tatsache, dass das Quecksilber an nicht weniger als 79 Tagen über die 20 Grad-Marke kletterte - normal wären 61 Tage und an 25 Tagen sogar Werte deutlich über 25°C erreichte - normal sind 23 Tage.

Und an 5 Tagen war es wärmer als 30°C, was eigentlich „nur“ bei 3,7 Tagen liegen müsste. Die höchste Temperatur wurde am 22. Juni in Houyet in der Provinz Namür gemessen. Damals war es dort 36,2°C heiß. Am „kältesten“ war es im vergangenen Sommer in Elsenborn in Ostbelgien (Provinz Lüttich) am 13. Juli. Hier wurde bei 0,8°C gebibbert…

Auch bei den Regenmengen, die in Belgien (nicht) gefallen sind, gibt es Bemerkenswertes zu berichten. In den drei vergangenen Sommermonaten fielen landesweit 180 mm Niederschlag. Der normale Niederschlagswert liegt hierzulande eigentlich bei 225 mm im Hochsommer.

Ganz nebenbei bemerkt: Der vergangene Monat August ist für Belgien der neunte Monat in Folge, in dem die Niederschlagsmenge teilweise deutlich unter dem Normalwert lag. Hier wurde letzten Monat eine Durchschnittsmenge von 70,8 mm gemessen, während eigentlich dies 79,3 mm hätten sein sollen.

Die KMI-Wetterwarte in Ukkel