Hohe Butterpreise: Beim Bäcker wird’s teurer

Immer mehr Bäcker und Konditoren in Belgien heben ihre Preise für Brot, Brötchen und andere Backwaren an. Grund dafür sind die steigenden Preise für Butter. Bei diesem Rohstoff für viele Nahrungsmittel wird davon ausgegangen, dass die Preise auf den internationalen Märkten noch weiter steigen werden.

Butter ist auf den internationalen Märkten ein Produkt, bei dem die Nachfrage deutlich ansteigt. Dies hat natürlich unmittelbare Folgen für die hiesigen Verbraucher, sagte Luc De Boey, der Vorsitzende der Wirtschaftskommission des flämischen Bäckereiverbandes ‚Bakkers Vlaanderen‘ gegenüber der Tageszeitung Het Nieuwsblad in dieser Woche:

„Die Preise für Butter variieren immer, doch die jetzige Situation ist schon außergewöhnlich. Das hat damit zu tun, dass das Angebot von Butter auf dem europäischen Markt sinkt, während die Export-Nachfrage in Ländern, wie Japan, Südkorea und China steigt. Butter wird langsam zu einem ‚goldenen‘ Produkt.“

Innerhalb nur eines halben Jahres ist der Preis für Butter um rund die Hälfte angestiegen. Im Januar kostete 1 kg Butter 4,36 € und im August wurde für die gleiche Menge 6,85 € abgerufen. Laut Luc De Boey ist die Rechnung schnell gemacht: „Wenn man das auf z.B. ein Croissant umrechnet, dann steigt hier der Preis um 5 Eurocent. Ein Kuchen oder ein Fladen wird dann schnell 20 Eurocent teurer.“

Der flämische Bäckereiverband geht davon aus, dass die Preise für Kekse, Croissants und andere Backwaren so schnell nicht wieder nach unten gehen, denn neben den Unkosten für Butter sind auch die für Vanille angestiegen. Zudem sorgen neue Tarifabkommen für Angestellte und Arbeiter in diesem Gewerbe für steigende Personalkosten.

MANCEAU Serge/SUNSET