Antwerpen: Polizeistreife angegriffen

Im Antwerpener Stadtteil Borgerhout wurden zwei Polizeibeamte nach einer Fahrzeugkontrolle angegriffen. Einer der beiden ist drei Tage arbeitsunfähig. Die Täter sind noch auf der Flucht. Antwerpens Bürgermeister De Wever hofft auf ein “Signal der dortigen Bewölkerung“. Borgerhout hat einen sehr hohen Migrationsanteil.

Eine Fahrradstreife der Antwerpener Polizei sah, dass auf der Turnhoutsebaan in Borgerhout ein Auto gefährliche Verkehrsmanöver unternahm. Als sie das Fahrzeug stoppen wollten, um die Insassen zu kontrollieren, ignorierte die Fahrerin diese Aufforderung und fuhr mit hoher Geschwindigkeit weiter. Sie konnte erst in einer Seitenstraße zum Stillstand gebracht werden.

Als die Polizeibeamten die Frau kontrollieren wollten, wurden sie von Dutzenden Menschen umzingelt. Die Lage spitzte sich zu und die Polizisten wurden gestoßen und geschlagen. Schnell traf Verstärkung ein, aber die Schläger verschwanden in der Menge.

Die Polizei hält den Zwischenfall für sehr besorgniserregend. „Gewalt gegen Polizeibeamte ist absolut nicht zulässig,“ so Polizeisprecher Wouter Bruyns. „Wir haben die Autofahrerin, die gefährlich fuhr, festgenommen und vernommen. Wir werden die Videobilder des Zwischenfalls genau überprüfen und erhoffen uns davon Rückschlüsse auf die Täter. Für uns ist diese Geschichte noch nicht abgeschlossen.“

De Wever hofft auf Mitarbeit der Bürger

Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA, Foto) reagierte empört auf die gewalttätigen Ausschreitungen. Er hofft, dass die Verantwortlichen schnell gefasst werden können.

„Es ist mir eigentlich unbegreiflich, dass so eine Gruppe aggressiver Jugendlicher immer wieder aufs Neue den Ruf unserer Stadt schädigt“, reagiert De Wever. „Polizeibeamte angreifen, während sie ein Fahrzeug kontrollieren, das unsere Sicherheit in Gefahr bringt, ist ein verabscheuungswürdiges Verhalten.“

„Ich hoffe auf ein Signal der Mitbürger des Viertels“, so der Bürgermeister weiter. „Nicht nur um die Taten zu verurteilen, sondern auch um die Schuldigen anzuzeigen und Respekt für die Polizei zu zeigen.“