Brauerei: Neues Leben für ein altes Bahngebäude

Das Gebäude der alten Güterhalle am Bahnhof von Essen in der Provinz Antwerpen (Foto) nahe der niederländischen Grenze wird mit Mitteln der flämischen Landesregierung restauriert und einer neuen Bestimmung zugeführt. Aus dem altehrwürdigen Bau, der schon seit vielen Jahren unter Denkmalschutz steht, wird eine Brauerei. Damit hat der Verfall der Bausubstanz endlich ein Ende.
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Die alte Güterabfertigung des Grenzbahnhofs von Essen ist der Neo-Renaissance zuzuordnen und liegt an der Bahnstrecke von Antwerpen ins niederländische Roosendaal (Provinz Nord-Brabant). Der Bahnhof wurde im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Grenzbahnhof mit einem Bahnhofsgebäude, einer Zollstation und sogar Quarantäneställen für Vieh, das von einem Land ins andere transportiert werden musste.

Anfang des 20. Jahrhunderts kam das langgezogene Backsteingebäude für die dringend notwendig gewordene Güterabfertigung hinzu. Mitte der 1970er Jahre allerdings hatte das Gebäude ausgedient und Neubauten andernorts in der Antwerpener Umgebung übernahmen die Funktion der Güterabfertigung für Stückgut und andere Waren und Güter.

Danach verfiel dieser einstmals prächtige Nutzbau in eine Art Dornröschenschlaf und erst 2003 fiel er Flanderns Denkmalschützen auf, die die Güterabfertigung denn auch unter Schutz stellten. Der architektonisch und industrie-historische Wert dieses Gebäudes lag auf der Hand und es war trotz langer Jahre ohne Nutzung noch in einem guten Zustand.

Nicht zuletzt ist das Gebäude ein Zeugnis für die wirtschaftliche Entwicklung in der Geschichte Flanderns und der hiesigen Eisenbahngeschichte. Es sollte aber noch fast anderthalb Jahrzehnte dauern, bis diese Güterabfertigung wieder in den Fokus der flämischen Denkmalschützer geriet.

Neues Leben als Kulturerbe-Location

Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois (N-VA), der auch für das Kulturerbe zuständig ist, macht für die Restaurierung und die neue Zweckbestimmung der Güterabfertigung von Essen 3,338 Mio. € aus der Landeskasse frei: „Umwidmung ist die ideale Art und Weise, Kulturerbe zu neuem Leben zu verhelfen. Darum begab sich die Gemeindeverwaltung auf die Suche nach einem Partner, der der Güterhalle unter dem Aspekt des Respekts für den industriellen Charakter eine neue Funktion geben soll.“

Über einen öffentlichen Aufruf durch die Stadt Essen entstand die Idee, hier eine Brauerei zu eröffnen. Der eigentliche Brauprozess soll auf dem früheren Gleisbett des ehemaligen Güterbahnhofs entstehen. Die Ladungsstege und Bahnsteige sollen zu Lagerstätten werden. In die historische Güterhalle sollen Büros und kleine Unternehmen einziehen. Nicht zuletzt soll hier ein europäisches Pionierprojekt rund um die Nutzung von erneuerbarer Energie für ein erhaltungswürdiges historisches Gebäude auf den Weg gebracht werden.

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