Kulturgut: Flandern führt sehr günstige Kredite ein

Wer in Zukunft im belgischen Bundesland Flandern ein historisches oder denkmalgeschütztes Gebäude restaurieren oder renovieren möchte, der kann mit einem äußert günstigen Kredit von Seiten der Landesbehörden rechnen. Sowohl Privatleute, als auch Unternehmer oder Behörden können zu diesem Zweck einen Kredit beantragen, dessen Zinssatz seinesgleichen sucht.

Kurz vor dem „Tag des offenen Denkmals“, der in Flandern am kommenden Sonntag stattfinden wird, kommt Landeschef Geert Bourgeois (N-VA) mit einer guten Nachricht für alle, die hierzulande ein denkmalgeschütztes Gebäude renovieren oder restaurieren wollen. Flandern gewährt für solche Projekte in Zukunft einen Kredit mit 1 % Zinsen. Dieser äußerst niedrige Zinssatz gilt für alle Interessenten, sowohl auf privater, als auch auf wirtschaftlicher oder behördlicher Ebene.

Damit will Ministerpräsident Bourgeois, der auch für das bauliche Kulturerbe zuständig ist, auf die oftmals langen Wartezeiten auf entsprechende Zuschüsse oder Prämien reagieren, bei denen die Verfahren zur Gewährung zumeist sehr lange dauern. Privaten Besitzern von denkmalgeschützten Objekten werden solche Kredite sogar in Kombination mit Renovierungs- oder Restaurierungszuschüssen gewährt.

Die maximale Höhe der Kreditsumme für Arbeiten an denkmalgeschützten Bauwerken liegt bei 250.000 € und in einer ersten Instanz wird darauf im laufenden Jahr ein Zinssatz von nur 1 % eingefordert.

Damit will der Landeschef die Bürger seines Bundeslandes dazu anregen, Renovierungen, Restaurierungen oder auch neue Zweckbestimmungen für historische Gebäude in Angriff zu nehmen: „Die Möglichkeit, günstige Kulturgutkredite aufzunehmen, soll dafür sorgen, dass der Erwerb und der Erhalt eines geschützten Denkmals attraktiv wird und dass anhaltender Verfall und Leerstand vermieden werden kann, damit unser prächtiges Kulturgut erhalten bleiben kann.“