Belgiens Treibhausgas-Emissionen sind weiter gestiegen

Belgiens Treibhausgas-Emissionen haben auch im letzten Jahr weiter zugenommen. Nach einem Anstieg um 2,9 Prozent im Jahr 2015 hat sich der Ausstoß von Treibhausgasen in Belgien 2016 noch einmal um 0,7 Prozent erhöht. Das meldet die Zeitung Le Soir. Es handelt sich um vorläufige Zahlen, die der Europäischen Kommission vorgelegt wurden.
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Wie die Zeitung schreibt sei eine Fehlermarge durchaus möglich. Mit definitiven Zahlen wird erst 2018 gerechnet. Gleichwohl bedeutet das, dass wir hierzulande schon im zweiten Jahr in Folge eine steigende Emissions-Tendez verzeichnen und damit einem beunruhigenden Trend folgen.

Die vorläufigen Zahlen für 2016 zeigen einen Gesamtwert von 118,194 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent. Das ist 0,7 Prozent mehr als im Jahr 2015. Einige Gründe für den Mehrausstoß von Treibhausgasen sind ein kälteres Jahr 2016 als 2015, die steigende Gebäude-Zahl und ein Wachstum bei der Stahlerzeugung in diesem Land als Folge eines neuen Hochofens in Gent. Die Hauptursache ist jedoch die Zunahme beim Straßengüterverkehr. 

Mit einer Reduzierung um 18,5 Prozent im Vergleich zu 2005 hält Belgien zwar derzeit noch die mit Europa vereinbarten Emissions-Ziele, das heißt eine Verringerung des Ausstoßes um 15 Prozent bis 2020, ein. Doch die jüngsten Zahlen bringen Belgiens Engagement in Gefahr und lassen befürchten, dass das neue Ziel der Reduzierung um 35 Prozent bis 2030 damit wohl kaum erreicht werden kann.