Tausende Genter einen Morgen lang ohne Strom

Infolge eines Brandes in einer Trafostation waren am Morgen hunderte Straßen in Gent stundenlang ohne Strom. Tausende Familien waren betroffen. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, aber inzwischen scheint die Stromzufuhr wieder überall zu funktionieren.

An einer Trafostation riecht es stark nach geschmolzenem Plastik. Die Feuerwehr rückt an, aber in einer solchen Station darf nicht einfach mit Wasser gelöscht werden und das Feuer mit CO2 zu löschen, gelingt der Feuerwehr auch nicht.

"CO2 kühlt und sorgt dafür, dass der Sauerstoff verschwindet und das Feuer ausgeht, aber die Hitze in der Station war zu hoch. Wir reden hier von 300 bis 400 Grad. Wir haben deshalb Puder verwendet, um das Feuer schneller und besser kontrollieren zu können", erklärt Lukas Deschuttere, der Feuerwehrchef von Gent.

Und Simon Van Wijmeersch, der Sprecher von Eandis fügt hinzu: "In solch einer Transformationsstation fließt der Strom unter Hochspannung herein, wird in mittlere Spannung umgesetzt und als Kleinspannung an Häuser und Unternehmen weiterverteilt."

Das Krankenhaus von Sankt-Lukas kann sich mit einer eigenen Stromversorgung retten, doch mehrere Unternehmen in der Gegend sind stundenlang technisch arbeitslos. Darunter auch Dekra, das Gutachten erstellt und sich um Beschwerden kümmert. Ein Stromgenerator sorgt dafür, dass das Telefon funktioniert, mehr aber auch nicht.

"Ohne Strom kann man nicht arbeiten", so ein Arbeitnehmer von Dekra. "Unser ganzes Leben dreht sich hier um den Strom. Der Generator ist nur eine vorübergehende Notlösung."

"Wir sind hier in Belgien mit 250 Mitarbeitern und rund 100 Experten sind unterwegs. Sie arbeiten allein auf  4G und Tablets. Diese Leute arbeiten also vorerst noch, aber in unseren Büros haben wir an die hundert Mitarbeiter, die nicht arbeiten können", so Tom Coorevits, Manager bei Dekra, an diesem Morgen.

Auch eine städtische Schule, die einige Kilometer weiter entfernt liegt, hat keinen Strom. Doch hier ist man sehr kreativ. Normalerweise gibt es mittags warmes Essen, an diesem Donnerstag eben nicht. Ein Mitarbeiter der Schule hat Sandwiches besorgt.

Inzwischen haben die betroffenen Stadtviert von Gent auch wieder Strom.

Kurz nach 16 Uhr meldete Eandis jedenfalls, dass die Trafostation wieder in Ordnung sei. Die ersten Tests waren positiv und die verschiedenen Netzwerke wurden schrittweise wieder angeschlossen.

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