Nochmal Glück gehabt: Notlandung in Borgerhout

Die Anwohner des ehemaligen Bahngeländes Park Spoor Oost im Antwerpener Ortsteil Borgerhout staunten nicht schlecht, als am späten Freitagnachmittag dort ein kleiner Doppeldecke zur Landung ansetzte. Die kleine Maschine, ein Nachbau eines Flugzeugs aus dem Ersten Weltkrieg, landete trotz technischer Probleme sicher und der Pilot brachte niemanden in Gefahr.

Der 51 Jahre alte Pilot war kurz vor dem Vorfall am Antwerpener Regionalflughafen von Deurne gestartet, doch nur drei Minuten nach dem Aufstieg musste er aufgrund von technischen Problemen einen Platz zur Landung suchen. Der Antwerpener Ring war dazu keine Option, denn dort herrschte noch der freitägliche Feierabendverkehr.

Doch nicht weit von ihm entfernt liegt die weite offene Fläche des Park Spoor Oost, ein ehemaliges Bahngelände, dass jetzt z.B. als Standort für die große Antwerpener Kirmes „Sinksenfoor“ dient. Hier konnte der Pilot sicher landen, ohne andere Personen in Gefahr zu bringen.

Die Polizei sperrte zunächst das Gelände ab, um später aber mitzuteilen, dass alles in Ordnung sei. Der Pilot habe umsichtig gehandelt, sei unverletzt aber etwas durcheinander, wohl durch den Stress, den eine glückliche Notlandung dann doch verursacht. Später gab der Pilot zu verstehen, dass man mit solchen historischen Flugzeugen aus solchen Überlegungen heraus niemals über bebautes städtisches Gebiet fliegen würde.

Bei der Maschine handelt es sich um einen Nachbau einer französischen Nieuport 28 aus dem Ersten Weltkrieg, der in den 1970er Jahren hergestellt wurde. Die Maschine gehört zur Sammlung des privaten Museums Stampe & Vertongen am Flugplatz von Deurne.