Flandern: Große Aktion gegen wilde Müllablagen

In der kommenden Woche werden in allen fünf Provinzen des belgischen Bundeslandes Flandern umfangreiche Kontrollen zu wilden Müllkippen und illegaler Abfallentsorgung durchgeführt. Dabei geht es auch um Haushaltsmüll, der irgendwo weggeworfen wird, statt ihn über die herkömmlichen Entsorgungswege zu entfernen.

Über die gesamte kommende Woche hinweg werden rund 1.000 Polizisten, Stadt-Stewards, Kommunalbeamten sowie Förster und Forstbeamte unterwegs sein, um wilde Mülldeponien und jene Zeitgenossen ausfindig zu machen, die ihren Abfall illegal irgendwo in der Landschaft entsorgen.

Diese Aktionswoche, die in dieser Form zum ersten Mal in Flandern stattfindet, ist eine Initiative der „Mooimakers“, zu Deutsch frei übersetzt die „Schönmacher“.

Das ist ein Zusammenschluss aus den in Flandern im Abfall- und Entsorgungsbereich tätigen Gesellschaften Ovam und Fost Plus sowie der Vereinigung der flämischen Städte und Gemeinden (VVSG).

Die Initiatoren wollen die Zahl der Ergreifung von entsprechenden Straftätern erhöhen und ein Signal geben, dass illegale Abfallentsorgung ein Gesetzesverstoß ist, auf den Strafen folgen.

Dabei werden aufwendige Mittel eingesetzt, wie z.B. überwachungs- und Wärmekameras. Alle teilnehmenden Städte und Gemeinden führen dabei aufeinander abgestimmte Aktionen durch.

Die Beseitigung von wildem Müll kostet die flämischen Behörden auf allen Ebenen jährlich Millionen an Steuergeldern.