1,5 Mio. € Nothilfe an Terroropfer ausbezahlt

Der belgische Opferfonds hat seit den Terroranschlägen auf Brüssel und auf den Flughafen von Zaventem vom 22. März 2016 rund 1,5 Mio. € an Nothilfe für betroffene Opfer ausbezahlt. Der übergroße Anteil der ausbezahlten Gelder ging an Opfer oder an direkte Angehörige von Opfern der Brüsseler Anschläge, doch auch Opfer anderer Terrorakte haben schon Anträge auf Hilfsgelder stellen können.

Insgesamt zahlte der Opferfonds im vergangenen Jahr 11.513.482 € an Opfer oder an Angehörige von Opfern von diversen Vorgängen aus. 9,91 % davon gingen an Opfer von Terrorakten und davon ging wiederum das meiste Geld an Opfer der Brüsseler Anschläge vom 22. März 2016.

Edward Landtsheere vom belgischen Justizministerium, dass den Opferfonds verwaltet, sagte gegenüber der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad dazu: „Hauptsächlich handelt es sich dabei um Opfer oder Angehörige von Opfern der Terroranschläge auf Brüssel und Zaventem, doch diese Zahlen betreffen alle möglichen Terrorakte. Bei uns gingen auch bereits Anträge von Opfern des Anschlags auf die Ramblas in Barcelona letzten Monat ein.“

Landtsheere legt Wert auf die Feststellung, dass es sich bei den über diesen Fonds ausgezahlten Geldern im Hilfsgelder handelt und nicht um Entschädigungen. 205 Dossiers behandelten entsprechende Nothilfe und in 30 Fällen ging es aber auch bereits schon um direkte Hilfe: „Der maximale Betrag bei der Nothilfe beträgt 30.000 € in Erwartung eines Prozesses. Letztendlich beschließen Richter die Höhe von Entschädigungssummen.“

„Wir können uns nur mit Demut und Bescheidenheit gegenüber diesen Opfern verhalten. 30.000 € sind nur 30.000 €, doch im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen wir Opfern und deren Angehörigen so gut wie möglich zu helfen. Dabei geht es nicht nur um eine Geldsumme, sondern auch um allerlei Hilfe zur Bewältigung des Verwaltungsaufwandes“, so Landtsheere abschließend.