KU Leuven will Hochschuljahr reformieren

Zur Eröffnung des akademischen Jahres in Flandern hat der neue Rektor der KUL vorgeschlagen, das akademische Jahr in Zukunft bereits Anfang September zu eröffnen und die eventuelle zweite Prüfungssitzung bereits Ende Juni abzuschließen. Andere flämische Universitäten haben positiv reagiert.
Nicolas Maeterlinck

Die flämischen Universitäten überlegen seit geraumer Zeit, wie sie den Ablauf des Hochschuljahres neu strukturieren können. Diese Überlegungen finden im Rahmen des interuniversitären Rates statt. Jetzt hat der neue Rektor der katholischen Universität in Leuven, Luc Sels, erstmals einen konkreten Vorschlag auf den Tisch gelegt.

Rektor Sels (Foto) will das akademische Jahr nicht nur Anfang September starten lassen, sondern die Weihnachtsprüfungen ebenfalls vor Weihnachten abhalten. Außerdem soll die sogenannte "zweite Sitzung" vorverlegt, damit sie direkt nach der ersten Prüfungssitzung stattfindet und vor dem 30. Juni abgeschlossen ist.

Grundsätzlich sind die Rektoren der Universitäten in Gent, Antwerpen, Brüssel und Limburg mit den Reformen einverstanden. Auch wenn jede Universität den Ablauf des akademischen Jahres bereits auf ihre Studenten zugeschnitten und gegebenenfalls andere Prioritäten gesetzt hat.

In diesem Sinne wirft die UAntwerpen ein, dass sie das heutige System erst verbessern will. Die Konzentration einer ersten und zweiten Prüfungssitzung vor Ende Juni könne ein Problem für schwächere Studenten darstellen, da sie ihre Prüfungen nicht mehr zwischen Juni und Ende August/September aufteilen könnten.

Kurt Desplenter