Belgien verliert Plätze im WEF-Ranking

Belgien hat im jährlichen Ranking zur Wettbewerbsfähigkeit des Weltwirtschaftsforums (WEF) drei Plätze verloren und steht jetzt auf dem 20 Rang. Grund für diesen Absinken sind zweifellos die belgische Steuerpolitik und die „restriktive Arbeitsgesetzgebung“. Jedes Jahr bewertet das World Economic Forum die Konkurrenzfähigkeit von 137 Ländern weltweit.

Das WEF bewertet die Länder für das jährliche Wettbewerbsranking nach verschiedenen Parametern. Dazu gehören die Sicherheit, die Gesundheit, die Effizienz von Behörden, Verwaltung und Regierungspolitik, sowie Infrastruktur, Steuerpolitik oder Bildung. Belgien bewegt sich in diesem Ranking von 137 Ländern seit Jahren zwischen den Rängen 15 und 20 hin und her.

Belgien lässt beim WEF seit Jahren Federn in Sachen Steuerpolitik (zu hohe Abgaben auf Arbeit) und Arbeitsmarkt (zu wenig flexibel), auch wenn diese Bereiche in der aktuellen Bewertung weniger Ausschlag geben. Viel schwerer wiegen derzeit die Kosten, die die hiesige Wirtschaft und der Handel durch die Terrormaßnahmen seit den Anschlägen auf Zaventem und Brüssel vom 22. März 2016 selbst tragen müssen, bzw. durch die Verluste, die dadurch entstanden und noch immer entstehen.

Zudem belegt unser Land im Bereich Staatsschuld von insgesamt 137 bewerteten Ländern lediglich Platz 124. Spitze bei der internationalen Wettbewerbsfähigkeit bleiben nach wie vor die Schweiz, die USA und Singapur. Dahinter folgen die belgischen Nachbarländer Deutschland und die Niederlande. Sogar Großbritannien steht auf Rang 8 deutlich besser als Belgien da. Auffallend ist aber, dass Frankreich auf Rang 22 hier schlechter abschneidet als Belgien.