Auch in Brüssel wird die Umweltzone eingeführt

Auch die belgische und europäische Hauptstadt Brüssel will auf die hohe Luftverschmutzung mit der Einrichtung einer Umweltzone reagieren. Ab Januar 2018 soll diese Umweltzone eingerichtet sein, was zur Folge hat, dass Fahrzeuge mit hohem Schad- oder Feinstaubausstoß aus der Brüsseler Innenstadt verbannt werden.

Die beiden belgischen Wirtschaftsblätter De Tijd in Flandern und ihr frankophones Pendant L'Echo berichten in ihren Donnerstagsausgaben über die bereits für Januar 2018 geplante Einführung der Umweltzone in Brüssel.

Demnach werden Diesel-Fahrzeuge der Schadstoff-Normen Euro 0 und Euro 1 vom 1. Januar 2018 an aus den 19 Brüsseler Gemeinden verbannt. Danach wird das Fahrverbot für schadstoffreiche Autos stufenweise 2019, 2020, 2022 und 2025 auch auf weitere Normen sowie auf bestimmte Fahrzeuge mit Benzinmotor ausgeweitet.

Ausgenommen von Zufahrtsverboten und dem Bereich der Umweltzone ist allerdings der Brüsseler Außenring und einige wichtige Zufahrtsstraßen, z.B. in Richtung von Industrie- und Gewerbegebieten. Insgesamt umfasst die Brüsseler Umweltzone 162km² an Fläche über die gesamte Hauptstadt-Region.

Doch Brüssel sieht eine Übergangsfrist von neun Monaten vor und bietet Fahrern von Altfahrzeugen tageweise die Möglichkeit, gegen Gebühr doch die Umweltzone zu befahren. Bis 2022 soll die Einrichtung der Umweltzone aber endgültig vollzogen sein - verschärft wird noch einmal 2025.

Autofahrer in Brüssel, im Rest des Landes und auch im Ausland sollen mit umfassenden Werbekampagnen auf die Umweltzone hingewiesen werden. Das Fahrverbot gilt sowohl für belgische, als auch für ausländische Fahrzeuge und betrifft PKW, Lieferwagen und LKW. Verstöße gegen die Richtlinien der Umweltzone will Brüssel mit Geldstrafen von 350 € ahnden.