43 Sudaner müssen zurück in ihre Heimat

43 Sudaner werden in ihr Heimatland abgeschoben. Sie sind in einem geschlossenen Rückführungszentrum von Beamten, die extra hierfür aus dem Sudan angereist waren, eindeutig identifiziert worden.

Es handelt sich um Personen, die in Belgien kein Asyl beantragt und inzwischen die notwendigen Dokumente bekommen haben, um Belgien zu verlassen, bestätigte das Kabinett des Staatssekretärs für Asyl und Migration, Theo Francken (N-VA), an diesem Freitag.

Die Mehrzahl von ihnen wurde im oder in der Nähe des Maximiliaan-Parks aufgegriffen. Noch an diesem Freitag werden drei Sudaner in ein Flugzeug gesetzt. Die anderen werden in den nächsten Wochen zurückgeflogen.

"Jeder bekommt die Möglichkeit der freiwilligen Rückkehr, vielleicht mit einer finanziellen Vergütung im Rahmen des Rückführungsprogramms der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Nehmen sie dieses Angebot nicht an, werden sie zwangsweise bis zum Flugzeug begleitet. "

Eine Begleitung im Flugzeug sei zunächst nicht vorgesehen. Erst "in letzter Instanz wird die Person von einer Eskorte bis zum Herkunftsort begleitet", erklärte Geert De Vulder vom Ausländeramt in der VRT.

Das Ausländeramt hatte Hilfe von einem sudanesischen Erkennungsteam erhalten, das extra und auf Einladung des Staatssekretärs für Asyl und Migration nach Belgien gekommen war. Das Erkennungsteam sollte unter den Migranten, die sich in letzter Zeit am Maximiliaan-Park in Brüssel aufhielten, Landsleute herauspicken. Sie besuchten verschiedene geschlossene Aufnahmelager und kamen auf diese Weise in Kontakt mit Sudanern, die sich in Belgien aufhalten, aber kein Asyl beantragt haben.

Francken will gegen diese Form der Transitmigration zielgerichtet vorgehen. Da er vermutet hatte, dass sich unter den Migraten eine große Gruppe Sudaner befand, lud er ein Erkennungsteam aus dem Sudan nach Belgien ein.

Nach Auffassung des Ausländeramtes habe sich dieses Vorgehen gelohnt. Das Team hat 61 Befragungen durchgeführt. Dabei wurden 43 Personen als Sudaner wiedererkannt und herausgefiltert, die kein Asyl in Belgien beantragt haben.