"Ekelhaft" - "Islamsafari" von rechtsextremen Politikern sorgt für Ärger

Der flämische Minister für Brüssel, Sven Gatz (Open VLD) hat die Pläne des rechtextremen Politikers Filip Dewinter (Vlaams Belang) auf das Schärfste verurteilt. Letzterer hat den Niederländer und ebenfalls rechtsextremen Geert Wilders (PVV) zu einer Führung durch den Brüsseler Stadtteil Molenbeek eingeladen. Er wolle Wilders mit der, wie er selbst sagt, "Islamsafari", die Plätze in Brüssel zeigen, die am schlimmsten von der Islamisierung getroffen seien.

Sven Gatz nennt diese Vorhaben schlichtweg "ekelhaft". Das sagte er im VRT Radio.

Wie Dewinter betont, wolle Wilders mit eigenen Augen sehen, wie es in der Stadt, die sie beide "die Hauptstadt des Dschihads von Europa" nennen, zugehe.

Sven Gatz reagierte auf dieses Vorhaben mit Abscheu. "Sie gehen wie zwei Rädelsführer nach Molenbeek, um sich Menschen anzusehen." Laut Gatz wollten sie in erster Linie ihre eigenen Vorurteile bestätigt sehen. "Hier mangelt es ganz einfach an Respekt vor den Menschen. Dewinter und Wilders wollen das Image von Molenbeek nur noch schlechter machen."

Gatz will nun versuchen, Dewinter und Wilders höchstpersönlich eine Führung anzubieten, um ihnen ein anderes Gesicht von Molenbeek zu zeigen. Doch er ist auch überzeugt, dass es den beiden Politikern eigentlich vor allem um eine politische Show auf Kosten anderer Menschen gehe.