Einmal noch Ford Genk besuchen, aber bitte nicht erschrecken!

Am morgigen Sonntag haben die Unternehmen in Flandern wieder Tag der offenen Tür. Doch dieses Mal kann auch ein längst geschlossenes Werk besucht werden: Der Autobauer Ford in Genk. Vor fünf Jahren hatte die Niederlassung in Genk entschieden, das Werk zu schließen und vor drei Jahren wurde das Fließband dort definitiv abgeschaltet. Inzwischen gibt es neue Investitionspläne, aber die alten Gebäude müssen weichen.

Die Gebäude stehen also vor dem Abriss und am morgigen Sonntag können sie ein letztes Mal besichtigt werden. Der neue Besitzer des Terrains, die flämische Regierung, wird auch anwesend sein.

Für den Abbruchort gibt es auch schon neue Pläne: Die Entwicklung logistischer Aktivitäten auf dem Kanal. Der Abriss ist bis ins Detail vorbereitet. Nachhaltigkeit sei dabei der rote Faden, erklärt der Projektleiter Bart Billiet. 50.000 Tonnen Schrott sollen aus dem Gebäude wiederverwendet werden, 5.000 Tonnen Bedachung und 160.000 Tonnen Stahlbeton. Bart Billiet zufolge handele es sich um die größten Abbrucharbeiten Europas, die derzeit durchgeführt werden.

Noch einmal hineingehen

Viele ehemalige Ford-Mitarbeiter wollen ihren Familien und Freunden noch einmal ihren ehemaligen Arbeitsplatz zeigen. Das flämische Amt für Wasserwege rechnet deshalb mit 7.000 bis 10.0000 Besuchern.

Es wird eine sensible Angelegenheit, doch Billiet sagt: "Wir führen unsere Arbeiten deshalb mit größtem Respekt durch."