Staatssekretär will kein "Drehkreuz für Transit-Flüchtlinge" in Brüssel

Der Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken, hat einem Vorschlag des Brüsseler Ministerpräsidenten Rudi Vervoort entschlossen die rote Karte gezeigt. Vervoort plant ein Zentrum für Transit-Migranten in Brüssel.

Theo Francken klang fest entschlossen und stocksauer in den sozialen Medien an diesem Samstagmorgen. "Ich verstehe nichts mehr...Wir tun alles, um ein zweites Calais zu vermeiden. Kein Chaos in unserer Hauptstadt."

"Wir sind fast am Ziel und jetzt schlägt der Ministerpräsident der Region Brüssel, Vervoort, vor, ein Auffanglager zur Verfügung zu stellen, um ein Drehkreuz für Migration einzurichten. Ein MigrationsHUB?"

Das werde ein Drehkreuz für Migranten, die nach Großbritannien wollten, so Francken auf Facebook. "Der Bürgermeister von Calais macht Freudensprünge."

In letzter Zeit zeigte vor allem der Maximilian-Park eine große magnetische Anziehungskraft für Migranten und Flüchtlinge mit dem Ziel eines besseren Lebens, das sie sich vor allem in Großbritannien erhoffen.

Am gestrigen Freitag schlug nun der Brüsseler Ministerpräsident vor, Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in oder in der Nähe des Maximilian-Parks unweit des Nordbahnhofs zur Verfügung zu stellen. Der französischsprachige Sozialist will hierfür 500.000 Euro ausgeben.

Der Brüsseler Ministerpräsident sagt, er wolle angesichts der humanitären Krise schnell handeln, weil die belgische Regierung nicht imstande sei dies zu tun. Die Rechnung wolle Vervoort aber die föderalen Behörden zahlen lassen. Die Brüsseler Regierung stehe nun hinter Vervoorts Vorschlag.

Der Staatssekretär Theo Francken nimmt Vervoorts Vorschlag auseinander. Er beschreibt das geplante Zentrum als ein Drehkreuz für das Vereinigte Königreich.

Francken ist überzeugt, dass der HUB oder Knotenpunkt, die Unsicherheit auf den Parkplätzen der Autobahnen erhöhen könnte, weil Migranten versuchen würden auf Lkw aufzusteigen, die in Richtung Großbritannien unterwegs seien.