Ab 2018: 350 Euro Strafe für Autofahrer, die die Brüsseler Luft verpesten

Brüssel will schrittweise zu einer Low Emission Zone (Zone mit niedrigem Schadstoff-Ausstoß bzw. schadstoffarmen Zone) werden. Dreckschleudern sollen künftig aus der belgischen Haupstadt verbannt werden. Es sei höchste Zeit für einen solchen Plan gewesen, heißt bei mehreren Ministern, denn Brüssel riskiert ein Disziplinarverfahren von Seiten der Europäischen Union.

Ab Januar werden die Fahrzeuge, die die Luft am stärksten verschmutzen, verboten. Dieselfahrzeuge der Euro 0-Norm und Euro1-Norm werden überall in Brüssel verboten. Rund 320.000 angemeldete Fahrzeuge in diesem Land sind davon betroffen. Ab Januar 2019 drohen auch Benzinern der Euro 0-Norm und der Euro 1-Norm Fahrverbote sowie Dieselfahrzeugen der Euro 2-Norm.

Die Liste soll schrittweise auf andere Fahrzeuge ausgeweitet werden. 2025 sollen dann alle Dieselfahrzeuge, die nicht die Euro 6-Norm erfüllen, in Brüssel verboten werden. Für Benziner gilt ein Verbot bis zur Euro 2-Norm.

90 Kameras werden über den Schadstoffausstoß wachen

90 Kontrollkameras werden auf dem gesamten Brüsseler Gebiet installiert. Sie sollen über die Abgase wachen. Eine Kampagne der Sensibilisierung soll die Autofahrer in den nächsten Wochen über das Vorhaben Brüssels informieren. Wer ab Januar dennoch mit einer Dreckschleuder in die Stadt fährt, muss mit Geldbußen von bis zu 350 Euro rechnen.

Während einer neunmonatigen Übergangsphase, in der bei Verstoß der Vorschriften eine Mahnung ins Haus flattert, werde zwar noch kein Geld eingezogen, danach gebe es aber kein Pardon mehr, heißt es.

Die Region Brüssel riskiert ein Disziplinarverfahren von Seiten Europas, wenn nichts passiert. Schon allein deshalb habe man diesen Plan verabschiedet - aber auch der Umwelt zuliebe, ist von mehreren Brüsseler Ministern zu hören. Man habe etwas für die Luftqualität, die die Brüsseler einatmen, tun müssen, heißt es im Brüsseler Wirtschaftsministerium auch noch.