Gent: Ein Furchenwal in der Kathedrale

Vor zwei Jahren überlebte ein Furchenwal im Hafen von Gent eine Kollision mit einem Schiff nicht und wurde von Wissenschaftlern geborgen. Diese analysierten den inzwischen Leo genannten Kadaver und dessen Skelett in der Universität. Dabei wurde das Walskelett vollständig gereinigt und getrocknet. In diesen Tagen zog Leo für einige Monate in die Genter Sint-Baafskathedrale um (Fotos).

Diese Kathedrale ist eine von vier Standorten einer außergewöhnlichen Wissenschafts-Ausstellung, die die Universität Gent (UGent) gerade organisiert. Leo, der Furchenwal aus dem Genter Unimuseum zieht aus diesem Grunde in die Sint-Baafskathedrale um, denn dort soll er noch bis zum 27. März 2018 bleiben.

Die entsprechende Ausstellung eröffnet unter dem Motto „Out oft he box“ am 7. Oktober und hat zum Zweck, Wissenschaft außerhalb des klassischen Umfelds Universität oder Museum zu präsentieren. Nebn der Sint-Baafskathedrale sind auch die Sint-Pieters-Abtei, das Design Museum und das Dr. Guislain-Museum in der Genter Altstadt Standorte für „Out oft he box“. Hier werden allerlei wissenschaftliche Objekte gezeigt, die sonst einem breiten Publikum wohl eher verborgen bleiben.

Die Genter Universität benannte dazu für jeden der vier Standorte jeweils einen Co-Kurator. Diese Co-Kuratoren sind aber keine Wissenschaftler, sondern vielmehr Kulturschaffende, wie z.B. Dichter und Schriftsteller oder plastische Künstler. Diese sollen jeweils dabei helfen, das Publikum über Kultur und Wissenschaft nachdenken zu lassen, bzw. Kinder und Jugendliche für Wissenschaften zu begeistern.

Infos: www.ugent.be