Pieter Aspe stellt 40. und letzten Brügge-Krimi vor

Der flämische Schriftsteller Pieter Aspe (Foto) hat am Wochenende mit „De Butlerknop“ („Der Butlerknopf“) seinen 40. Kriminalroman um die Protagonisten Kommissar Pieter van In und die stellvertretende Staatsanwältin Hannelore Martens vorgestellt. Damit schließt Aspe diese Reihe ab. Doch dies bedeutet nicht, dass er seinen Job als Autor an den Nagel hängt. Projekte hat er noch viele.
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Bei der Vorstellung seines letzten Brügge-Krimis in der Hauptstadt seiner Werke sagte Pieter Aspe, dass er noch lange nicht ans Aufhören denkt: „Ich werde erst noch etwas nachdenken, doch am Jahresende kommt schon ein neues Buch heraus. Ich werde auf jeden Fall noch ein Buch schreiben. Ich weiß nur noch nicht was für eines.“ Mit über 300 000 verkauften Romanen ist er der meistgelesene Krimi-Autor Belgiens und seine Bücher werden hierzulande regelmäßig fürs Fernsehen verfilmt. Aspe erhielt für seine Krimis mehrere Preise in Belgien und im Ausland, u.a. gleich dreimal den Hercule-Poirot-Preis.

Neben „De Butlerknop“ stellte Aspe noch ein weiteres Buch vor und zwar ein sehr persönliches Buch, dass er gemeinsam mit dem Zeichner Marec schrieb. Dabei geht es um den Verlust seiner Muse. Das Buch heißt denn auch „Ein Monument für Bernadette“. Als sie im vergangenen Jahr verstarb, fiel Aspe erst einmal in ein tiefes Loch, doch er überwand seine Trauer mit eben einem Buch und dies inspirierte auch den Zeichner Marec: „Ich wollte etwas über das echte Leben machen, so etwas, wie das Leben von Pieter und Bernadette.“

Pieter Aspe (geb. 1953), der zwar über Brügge schreibt, wie z.B. Donna Leon mit ihren Krimis aus Venedig, lebt derzeit im Küstenbadeort Blankenberge. Er ist ein Vielschreiber, was alleine 40 Brügge-Krimis seit 1970er Jahren deutlich unterstreichen. Einige seiner Kommissar Van In-Krimis wurden auch ins Deutsche übersetzt und vom S.Fischer-Verlag in Frankfurt verlegt. Seit 2005 brachte dieser Verlag fünf dieser Bücher heraus: „Das Quadrat der Rache“ (1995), „Die Midas-Morde“ (1996), „Die Kinder des Chronos“ (1997), „Die vierte Gestalt“ (1998) und „Blaues Blut“ (2000).