50 duale Ausbildungen in Flandern möglich

Die flämische Regierung hat an diesem Freitag eine Liste mit 50 Ausbildungsgängen und 14 Bereichen verabschiedet, die ab dem 1. September 2018 als duales System in Schulen und Berufsschulen angeboten werden dürfen. Daneben wurden auch fünf Versuchsfelder unter dem Namen 'Schulbank am Arbeitsplatz' verabschiedet. Das haben der flämische Arbeitsminister Philippe Muyters (N-VA) und die Unterrichtsministerin Hilde Crevits (CD&V) bekannt gegeben.

Die flämische Regierung hat gerade erst grünes Licht für den Verordnungsentwurf über die duale Ausbildung, das heißt das parallele Lernen in der Schule und am Arbeitsplatz nach dem Vorbild Deutschlands, gegeben. Auf diese Weise können junge Leute ab 15 Jahre, die immer noch viel zu häufig ohne Diplom die Schule verlassen, doch noch einen vollwertigen Abschluss der Sekundarschule erwerben.

Derzeit wird die duale Ausbildung in 20 Ausbildungsgängen getestet. In diesem Schuljahr haben sich 456 Schüler für die Versuchsprojekte eingeschrieben.

Ab dem 1. September 2018 soll das System auf über 50 verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten in 14 Bereichen der Berufs- und technischen Schulen erweitert werden.

Die Bereiche reichen von Sport, Chemie, Handel und Seefahrt bis hin zur Ernährung. Die Ausbildung im Bereich Mechanik-Elektrizität weist mit 12 Ausbildungsmöglichkeiten das größte Angebot auf.

Außer den 50 Ausbildungen wird es auch noch ein Versuchsprojekt mit dem Namen 'Schulbank am Arbeitsplatz' mit unter anderem Ausbildungen in Sonderschulen geben. Am 1. September 2019 wird die duale Ausbildung dann offiziell in der Sonderpädagogik (buso) eingeführt.