Erster Licht-Tunnel für Fahrradfahrer in Brüssel

In Brüssel scheint ein Viertel der Fahrradfahrer bei Dunkelheit ohne Licht zu fahren. Und außerhalb der Hauptstadt sieht es auch nicht besser aus. Im Gegenteil: Laut Polizei fährt knapp die Hälfte der Schulkinder ohne Licht am Fahrrad und das ist sehr gefährlich. Um die Radfahrer hierauf aufmerksam zu machen, ist ein interaktiver Fahrradtunnel in Brüssel eröffnet worden.

In Brüssel ist die erste "Bike light lane" vorgestellt worden. Das ist ein überdachter und interaktiver Fahrradweg-Abschnitt, der Fahrradfahrer auf die Wichtigkeit guter Fahrradbeleuchtung hinweist, auch in hell erleuchteten Städten wie Brüssel.

Der Brüsseler Verkehrsminister Pascal Smet betonte hierzu: "Es ist dunkel, Du fährst dort hinein und plötzlich siehst Du den Unterschied, ob Du gut oder nicht sichtbar bist. Damit zeigen wir, wie wichtig die Sichtbarkeit für die Sicherheit ist."

Da die dunklen Tage vor der Tür stehen, will Brüssel die Radfahrer anspornen, stets mit Licht zu fahren. Mindestens ein Viertel der Radfahrer hält sich nicht daran.

Doch das sei nicht das einzige Problem, so ein Radfahrer. Mit dem Tunnel, der dort hingestellt worden sei, könne man nun das erste Mal durchfahren, ohne dass parkende Autos den Fahrradweg blockierten.

Die Brüsseler Staatssekretärin für Verkehrssicherheit Bianca Debaets, sagte in der VRT: "Das Gute ist, dass die Zahl der Radfahrer spektakulär steigt. Das freut uns sehr. Doch ist die Zahl der Unfälle mit Radfahrern auch gestiegen. Und wir wissen über diese Unfälle, dass mehr als 20 Prozent der in die Unfälle verwickelten Radfahrer nicht gut sichtbar waren."

Letztes Jahr wurden in Brüssel 700 Unfälle mit Fahrradfahrern registriert. Ein Unfall ging tödlich aus.

Brüssel will bis 2020 mindestens 80 km sichere Radwege. Bis Ende nächster Woche steht jedenfalls noch der interaktive Fahrrad-Tunnel an der Guldenvlieslaan.