Verbrechensbekämpfung in Molenbeek erfolgreich

In der Brüsseler Problemkommune Sint Jans-Molenbeek (Foto) ist in der ersten Jahreshälfte die Zahl der Straftaten im Vergleich zum selben Zeitraum des letzten Jahres um 14 Prozent zurückgegangen. Das kündigten Innenminister Jambon und Justizminister Geens in einer gemeinsamen Stellungnahme an.

Laut Jambon (N-VA) und Geens (CD&V) ist diese positive Entwicklung in der Brüsseler Gemeinde mit einem sehr hohen Ausländeranteil an der Bevölkerung in erster Linie strengeren Maßnahmen gegen Radikalisierungstendenzen und Terrorismus zu verdanken. Nach den Anschlägen von Paris und Brüssel wurde ein so genannter „Kanalplan“ beschlossen, der für acht Brüsseler Kommunen und Vilvoorde entlang des Brüsseler Kanals gilt.

Eine abschließende Bilanz könne noch nicht gezogen werden, sagt Minister Jambon (Foto). Man erkenne aber, dass die Maßnahmen in Molenbeek Früchte trügen.

In der Polizeizone Brüssel-West zu der auch Molenbeek gehört, werden laut Jambon zur Zeit 87 Menschen wegen Terrorismusverdachts beobachtet. 15 von ihnen sind aus Bürgerkriegsgebieten in Syrien und Irak nach Belgien zurückgekehrt, andere hatten vor, dorthin zu reisen, um zu kämpfen. Wieder andere werden in den Kriegsgebieten vermisst und sind womöglich tot.