Straßenschlacht zwischen Anderlechtern und Roma

In der Brüsseler Gemeinde Anderlecht ist es am Samstagnachmittag zu einer Konfrontation zwischen Einwohnern des Stadtviertels am Südbahnhof und Roma-Flüchtlingen aus Syrien gekommen. Die Roma haben ihre Zelte in einem nahe gelegenen Park aufgeschlagen. 60 bis 100 Menschen gingen mit den Fäusten und mit allem, was nicht niet- und nagelfest war, aufeinander los. Vier Personen wurden festgenommen.

Die Polizei hatte gegen 15.30 Uhr einen ersten Anruf erhalten, nachdem eine Frau am Ohr verletzt worden war. Die Frau sprach weder Niederländisch noch Französisch und konnte den Polizeibeamten nicht erklären, wie es zu dieser Verletzung kam.

Gegen 16 Uhr wurde die Polizei ein zweites Mal gerufen, da 60 bis 100 Personen Amok machten und aufeinander losgingen. Bei der Massenschlägerei wurden auch Verkehrsschilder, Mobiliar und Stöcke eingesetzt.

Einem Sprecher der Polizeizone Süd zufolge, ging es um eine Konfrontation zwischen Roma-Flüchtlingen aus Syrien und Jugendlichen aus dem sozialen Brennpunktviertel Cureghem.

Als die Polizei eintraf, machten sich die meisten Krawallmacher aus dem Staub. Vier Personen wurden festgenommen. Inzwischen scheint wieder Ruhe eingekehrt zu sein. Die kommunalen Polizeidienste haben Verstärkung von der Bundespolizei erhalten, um die öffentliche Ordnung zu gewährleisten.