Antwerpen: Ein Monat Versammlungsverbot

Nach den wiederholten Krawallen und Zusammenstößen zwischen Kurden und Türken im Brederodeviertel in Antwerpen hat Bart De Wever (N-VA - Foto), der Bürgermeister der Scheldemetropole deutlich reagiert. Angesichts der Gewalt dort erließ er für das gesamte Viertel ein Versammlungsverbot für die Dauer eines Monats. Und das ist noch nicht alles, denn die Polizei rückt mit allen Mitteln gegen die Krawallmacher vor.

Die Antwerpener Polizei stationiert für die Dauer des einmonatigen Versammlungsverbots rund um die Brederodestraat, wo es am Freitag und am Sonntag zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Kurden und Türken kam und im Zuge dessen auch zwischen Krawallmachern beider Gruppierungen und der Polizei. Dabei wurden vier Personen, darunter auch ein Polizist, leicht verletzt und die Sachbeschädigungen im Viertel sind recht umfangreich.

Nach diesen Zusammenstößen stellte sie Polizei von Antwerpen ein umfangreiches „Waffenarsenal“ der Krawallmacher sicher. Darunter befanden sich Eisenstangen, Stöcke, ein Hockeyschläger und diverse weitere Schlagwerkzeuge. Daneben „nutzten“ die Anhänger beider Seiten auch Verkehrsschilder und anderes städtisches Mobiliar sowie Terrassenmöbel und Deko-Material von Geschäften als Waffen oder Wurfgeschosse.

Angesichts des Ausmaßes der Gewalt, des Waffenarsenals und der Sachbeschädigung verlängerte Antwerpens Bürgermeister De Wever sein erst für einen Zeitraum von einer Woche verhängtes Versammlungsverbot auf einen Monat. Zudem ordnete er eine frühe Sperrstunde für die Cafés, Bars und Imbisse an, in denen sich die mutmaßlichen Krawallmacher treffen. Daneben werden die jetzt verstärkt im Brederodeviertel patrouillierenden Polizeistreifen von einem immer bereit stehenden Wasserwerfer unterstützt, der dann in Aktion tritt, wenn sich neue Krawalle andeuten.