Einer der meistgesuchten Terrorverdächtigen gefasst

Einer der meistgesuchten Terrorverdächtigen von Belgien ist in Marokko verhaftet worden. Dabei handelt es sich um Mohamed Saouti (Foto), einer der drei Saouti-Brüder, die in einer Garagenbox im Brüsseler Ortsteil Anderlecht ein umfangreiches Waffenarsenal und Polizeiuniformen gehortet hatten. Die beiden anderen Brüder des jetzt verhafteten Terrorverdächtigen sitzen in Belgien bereits in U-Haft.

Zu Beginn des vergangenen Sommers hatte die Polizei in Anderlecht ein Waffenarsenal ausgehoben und zwei der drei Saouti-Brüder verhaften können, denen dieses Arsenal zugeschrieben werden konnte. Ein dritter Bruder der Familie allerdings konnte sich dem Zugriff der Polizei damals entziehen und flüchten. Dieser, der 46 Jahre alte Mohamed Saouti, konnte jetzt in seinem Heimatland Marokko festgenommen werden.

Nach der Verhaftung seiner Brüder befürchteten Justiz und Polizei die Reaktion von Mohamed Saouiti, denn dieser gilt als gefährlich. Er hat eine umfangreiche Polizeiakte nach bewaffneten Raubüberfällen und Carjackings. Und ihm gelang gleich mehrmals die Flucht aus hiesigen Haftanstalten. Auch seine Brüder haben so einiges auf dem Kerbholz. Bei ihnen vermutete die Polizei schon einmal Vorbereitungen für einen Anschlag geplant zu haben.

Doch intensive Fahndungen nach dem mutmaßlichen Terroristen blieben erfolglos, bis jetzt. Die Frage lautet jetzt aber, ob Saouti in Belgien der Prozess gemacht werden kann. Der in Belgien lebende und aufgewachsene Marokkaner hat keine doppelte Staatsbürgerschaft und sein Heimatland liefert nicht unbedingt Landsleute aus.

Familie mit enormem Waffenarsenal

Das in einer Anderlechter Garagenbox im Sommer sichergestellte Waffenarsenal hatte es durchaus in sich. Dort fanden sich gleich mehrere Kalaschnikows, vier Zünder für Sprengsätze, eine Riot Gun, drei Handfeuerwaffen inklusive Munition, Funkgeräte, zwei schusssichere Westen, ein Blaulicht, eine Uniform eines Sicherheitsagenten, zwei Polizeiuniformen und eine Uniform eines Mitarbeiters des belgischen Zivilschutzes. Offenbar hatten die drei Saoutis Pläne, einen Anschlag zu verüben, doch konkrete Hinweise auf ein mögliches Ziel fanden die Ermittler nicht.