Rote Teufel gewinnen gegen Japan mit 1:0

Das Länderspiel zwischen Belgien und Japan endete am Dienstagabend in Brügge mit einem knappen 1:0 für die Rotenn Teufel. Die Partie zeigte keine besonderen sportlichen Reize, außer, dass Romelu Lukaku mit seinem 31. Länderspieltor hier jetzt alleiniger Torschützenkönig ist. Das Spiel stand übrigens nach einer Terrorwarnung kurz vor dem Anpfiff vor einer Absage.

Das 1:0 gegen die Japaner war genauso wenig überzeugend, wie das 3:3 gegen Mexiko vor einigen Tagen. Von einer Taktik, mit der die Roten Teufel bei der WM in Russland im nächsten Jahr antreten wollen, ist noch immer nichts zu entdecken. Ein gutes Spiel zeigten Nacer Chadli mit schönem Dribbling durch die japanische Defensive, Keeper Simon Mignolet mit zwei meisterlichen Paraden und Romelu Lukaku mit seinem schönen aber einfachen Rekordtor per Kopfball in der 72. Spielminute. Weitere Möglichkeiten von Kevin De Bruyne, Thorgan Hazard und einmal mehr Lukaku scheiterten an Japans Keeper Kawashima.

Für Misstöne sorgten Buh-Rufe bei der Einwechslung von Yuya Kobo (AA Gent) und Stefen Defour (ex-Standard Lüttich und ex-Anderlecht). VRT-Spielkommentator Peter Vandenbrempt beendete seine Liveübertragung mit den Worten : „Die Roten Teufel gehen jetzt in den Winterschlaf, doch der Nationaltrainer wird dabei oft noch wach liegen. Die Sorgen der Belgier wurden nicht beseitigt, im Gegenteil.“

Wie hatte Kevin De Bruyne noch nach dem Mexiko-Spiel gesagt: „Wir setzen zu sehr auf Talent und zu wenig auf Taktik.“ Sowohl im Mittelfeld, als auch in der Verteidigung gibt es Schwachstellen. Davon zeugen die drei Gegentore gegen die Mexikaner…

Romelu Lukaku jedoch freute sich über sein 31. Länderspiel, dass ihn vorläufig zum alleinigen Torschützenkönig bei den Roten Teufeln macht. Er schoss gegen Japan ein Tor mehr als die Teufel-Veteranen Paul Van Himst (zwischen 1960 und 1975) und Bernard Voorhof (zwischen 1927 und 1940) mit jeweils 30 Treffern zu ihren Zeiten. Doch die meisten Tore für die belgische Fußball-Nationalmannschaft erzielte eine Frau und zwar Tessa Wulaert von den Belgien Red Flames. Sie hat 37 Länderspieltore auf dem Konto…
 

Terrordrohung - Risikospiel

Nach einem „glaubwürdigen Tipp“, der bei den Sicherheitsbehörden in Brüssel eingegangen war, wurden die Sicherheitsmaßnahmen am Jan Breydel-Stadion in Brügge kurzfristig verschärft. Angeblich lag eine mögliche Terrordrohung vor. Viele Fans der Roten Teufel kamen durch die scharfen Kontrollen zu spät zum Spiel, doch im Laufe der Partie wurde deutlich, dass die Terrordrohung nicht wirklich konkret war.

Zudem galt die Partie als Risikospiel, da bekannt geworden war, dass sich Hooligans verschiedener belgischer Clubs für Krawalle und Schlägereien rund um das Nationalspiel verabredet hatten, wie mehrere belgische Tageszeitungen am Mittwoch meldeten.