Wieder Unruhen im Zentrum von Brüssel

Am Mittwochnachmittag sorgte die Anwesenheit eines durch Instagram bekannten Rappers, der zu einem Flashmob aufgerufen hatte, für einen Massenauflauf auf dem Platz vor der Münzoper im Brüsseler Stadtzentrum. Als die Polizei versuchte, die Lage in den Griff zu bekommen, wurde sie angegriffen und zog sich zunächst zurück, um danach mit Verstärkung die Menschenmenge aufzulösen.

Mehrere hundert Jugendliche waren am Mittwochnachmittag auf den Platz an der Oper gekommen, um dort Vargasss92, einen populären französischen „social media-influencer“, der über Sapchat und Instagram bekannt wurde und dort rund 600.000 Fans hat, zu erleben. Dieser wollte hier offenbar ein Video aufnehmen und hatte zu einem Flashmob aufgerufen.

Angesichts von hunderten jungen Leuten schritt die Polizei ein, um die Ordnung aufrecht zu erhalten, doch als die Beamten mit Vargasss92 sprechen wollten, reagierten dessen Fans mit Unmut. Die Beamten wurden mit Gegenständen beworfen und bedrängt, woraufhin sie sich zurückzogen. Vargasss92 rief ebenfalls zur Ruhe auf, doch inzwischen wurden Scheiben eingeschlagen - auch am Operngebäude - und Autos beschädigt. Einige Läden in der Nähe des Platzes wurden gestürmt, Einrichtungen beschädigt und Waren gestohlen.

Am frühen Abend fuhr die Polizei mit zusätzlichen Beamten und mit einem Wasserwerfer am Ort des Geschehens vor. Die Jugendlichen wurden bei Einsätzen der Polizei auseinandergetrieben. Insgesamt nahm die Polizei 31 Personen fest, darunter auch Vargass92. Bürgermeister Philippe Close (PS) sagte dazu, dass es sich hier umum eine nicht genehmigte Versammlung gehandelt habe. Man werde im Stadtzentrum "nichts mehr dulden", so der Bürgermeister

Dieser Vorfall hat nach Angaben der Brüsseler Polizei mit den Fußballkrawallen vom vergangenen Samstag nichts zu machen und Vargasss92 ist auch nicht der Brüsseler Rapper, der zu den Unruhen am Wochenende aufgerufen hatte. Nach einer Meldung der regionalen Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ hat die Ankunft von Vargasss92 auch bereits in anderen europäischen Städten für hysterische Zustände gesorgt, z.B. in Dünkirchen, Lille, Bordeaux, Angers und Toulouse.