Flandern: Unterstützung für Verkehrsopfer verstärkt

Die flämische Landesregierung hat einem neuen Aktionsplan zugestimmt, mit dem die Opfer von Verkehrsunfällen besser unterstützt werden sollen. Der Plan beruft sich auf entsprechende Vorschläge einer Lenkungsgruppe, die sich im belgischen Bundesland Flandern für die Belange von Verkehrsopfern und deren Angehörigen einsetzt.

Im vergangenen Jahr verloren alleine in Flandern 318 Menschen ihr Leben bei Verkehrsunfällen. Doch nicht selten standen die Angehörigen von Todesopfern oder auch bei Unfällen verletzte Personen alleine da und fanden kaum Unterstützung. Größtes Problem dabei war auch die psychologische Betreuung nach solchen traumatischen Erlebnissen.

Das soll jetzt anders werden. Der Plan der Landesregierung sieht vor, dass die Opfer und die Angehörigen von Verkehrsopfern einen festen Ansprechpartner im Rahmen einer psychosozialen Aufnahme haben werden. Die verschiedensten betroffenen Einrichtungen sollen ihre Erfahrungen diesbezüglich besser untereinander austauschen und der Hausarzt der jeweiligen Opfer oder deren Angehörigen soll den Vorgang begleiten und koordinieren.

Risikogruppe Zweiradfahrer

Nach Angaben des belgischen Verkehrsinstituts VIAS (das bisherige Belgische Institut für Verkehrssicherheit (BIVV)) wurden in den vergangenen 10 Jahren über 55.000 Personen bei Verkehrsunfällen schwer verletzt. Rund ein Drittel dieser Verkehrsopfer bewegten sich bei Unfällen auf einem Fahrrad, auf einem Mofa oder einem Scooter und auf Motorrädern.

Laut einer entsprechenden Studie von VIAS leiden viele der Betroffenen aufgrund ihrer schweren Verletzungen für den Rest ihres Lebens an den Folgen solcher Zweiradunfälle. Nicht selten folgen Behinderungen, denn bei diesen Unfällen sind naturgemäß die Beine gefährdet. Doch in den Nachrichten tauchen sie fast nie auf, denn hier ist meist nur die Rede von Verkehrstoten.