Belgiens Außenministerium warnt vor Sinai-Reisen

Bei dem Bombenanschlag auf eine Moschee auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel an diesem Freitag sind mindestens 235 Menschen getötet und über 130 weitere verletzt worden. Der belgische Premier Charles Michel hat den Opfern und ihren Angehörigen sein Beileid über Twitter bekundet. Inzwischen warnt das belgische Außenministerium vor Sinai-Reisen.

Mehreren Quellen zufolge, sollen die Angreifer zunächst  Sprengsätze rund um die Al-Rawdah-Moschee in der Nähe der Provinzhauptstadt Al-Arisch gelegt und sie, als die Gläubigen nach dem Freitagsgebet herauskamen, angezündet haben. Anschließend hätten sie auf Flüchtende geschossen.

Einer Quelle zufolge hätten die Terroristen Sicherheitskräfte, die zu diesem Zeitpunkt in der Moschee beteten, im Visier gehabt. Auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu terroristischen Angriffen eines Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Bisher hat sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt.

Belgiens Premier Charles Michel hat den Opfern und ihren Angehörigen über Twitter sein Beileid bekundet. "Bleiben Sie stark Einwohner Ägyptens. Viel Stärke und mein Beileid den Familien und Freunden der Opfer. Wir sind vereint im Kampf gegen den Terrorismus in all seinen Formen", twitterte der Premier auf Englisch.

Inzwischen warnt das belgische Außenministerium vor Sinai-Reisen. Dem Außenministerium liegen keine Erkenntnisse über Belgier in dem Gebiet vor.