Puigdemont: "Ich werde sicher kein politisches Asyl in Belgien beantragen"

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk sagte Puigdemont an diesem Freitagmorgen, er werde mit Sicherheit kein politisches Asyl in Belgien beantragen. Er sei nie flüchtig gewesen und völlig legal nach Brüssel gekommen, als es noch keine Anzeige gab. Er wolle nicht davonlaufen und gehe auch notfalls ins Gefängnis. Allerdings wolle er seine Rechte verteidigen, so Puigdemont. (Archivfoto)

Seit mehr als drei Wochen hält sich der abgesetzte Regionalpräsident Kataloniens, Carles Puigdemont in Belgien auf. Er ist erneut für den 4. Dezember vor Gericht geladen. Die belgische Staatsanwaltschaft hat seine und die Auslieferung 4 seiner ehemaligen Minister nach Spanien gefordert.

In dem Exklusiv-Interview mit dem Deutschlandfunk-Journalisten Burkhard Birke sagte Puigdemont zudem, dass er sich noch immer als Präsident betrachte. Er wünsche sich, dass die spanische Regierung anerkennt, dass es sich hier um ein politisches Problem handele und man deshalb politische Lösungen brauche.

Die Frage des Journalisten, ob er (Puigdemont, Red.!) ein Angebot zu einem Gespräch mit Mariano Rajoy hier in Brüssel akzeptieren würde, beantwortete Puigdemont mit einem eindeutigen "Ja". Man bräuchte Treffen und Dialoge. Und mit einer Art Appell an die spanische Regierung sagte Puigdemont noch: "Wir hören Euren Vorschlag, wenn Ihr unseren hört! Und vielleicht kommen wir auf der Basis gegenseitiger Anerkennung voran und finden womöglich einen mittleren Punkt, der uns überzeugt."

Das gesamte Interview des Deutschlandfunks finden Sie unter www.deutschlandfunk.de/carles-puigdemont-natuerlich-betrachte-ich-mich-noch-als.694.de.html. Man kann das Gespräch dort auch im spanischen Original nachhören.