Illegaler Kinder-Handel: Erneut verdächtige Adoption eines kongolesischen Kindes

Die belgische Staatsanwaltschaft hat sich ein weiteres Mal gezwungen gesehen, einem Pärchen mitzuteilen, dass ihr kongolesisches Adoptivkind kein Waisenkind gewesen, sondern entführt worden sei und dass seine Eltern noch am Leben seien. Diese Information bringt die flämische Zeitung Het Laatste Nieuws an diesem Montag. (Archivfoto)
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N., der heute sieben Jahre alt ist, ist 2013 entführt worden. Das Waisenhaus von Tumaini in Kinshasa, in dem der Betrug begangen wurde, hat den Jungen mit einem neuen Namen und einem neuen Geburtsdatum versehen. Doch Dank einer DNA-Probe und einem Foto seines Zwillingsbruders, konnten ihn die belgischen Fahnder wiederfinden.

Es handelt sich um das vierte erfasste Opfer von Julienne Mpemba, der Organisatorin dieser Betrügereien mit Auslandsadoptionen. In diesem Jahr hat die Justiz nachweisen können, dass drei Adoptivmädchen in Wirklichkeit im Alter zwischen zwei und vier Jahren entführt worden waren. Die belgischen zentralen Adoptionsstellen hatten damals versichert, dass diese Fälle Ausnahmen seien und dass alle anderen Fälle in Ordnung seien.