Neue belgische Botschaft in Kinshasa eröffnet

In der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa ist die neue belgische Botschaft eröffnet worden. Es ist eine traurige Feier geworden, denn kein einziges Mitglied der kongolesischen Regierung war der Einladung gefolgt.

Die kongolesischen Machthaber sind infolge der belgischen Kritik an der mehrmals wiederholten Verschiebung des Wahltermins im Kongo verärgert.

In seiner Rede betonte der belgische Außenminister Didier Reynders noch einmal, dass die politische Sackgasse im Kongo nur durch baldige und glaubwürdige Wahlen gelöst werden könne. 

"Ich bin davon übrzeugt, dass die aktuelle Sackgasse nur durch freie und transparente Wahlen überwunden werden kann", so Reynders. Er betonte, dass sich Belgien im Kongo nicht auf eine Seite schlage, wie es das Regime in Kinshasa ihm, dem belgischen Außenminister, vorwerfe.

Reynders unterstrich auch noch, dass das neue Gebäude - mit dessen Bau im August 2014 begonnen worden war und das 10,5 Millionen Euro kostet - ein Beispiel für die engen Beziehungen beider Länder und ihrer Völker sei. "Dieses Gebäude ist vor allem ein Zeichen des Engagements und der starken Einbeziehung", so der Minister.

Er verheimlichte aber auch nicht die Tatsache, dass die bilateralen Beziehungen zwischen Brüssel und Kinshasa eine schwierige Phase durchmachten.