Schwarze Witwe des Dschihads ist keine Belgierin mehr

Das Brüsseler Berufungsgericht hat einer 58-jährigen radikalen Islamistin die belgische Staatsangehörigkeit definitiv entzogen. Damit hat Malika El Aroud, auch als die "schwarze Witwe des Dschihads" bekannt, nur noch die marokkanische Staatsbürgerschaft.

Das Verfahren, um Malika El Aroud die Staatsangehörigkeit zu entziehen, hatte sich bereits seit 2014 hingezogen. Es dauerte so lange, weil ihr Anwalt u.a. ein Verfahren vor dem Verfassungsgericht angestrebt hatte. Anfang diesen Monats wurde der Fall endlich vor dem Brüsseler Berufungsgericht verhandelt.

Der Generalanwalt, Andre Vandoren, plädierte für den Entzug der belgischen Staatsangehörigkeit von El Aroud. Er ist der Auffassung, dass sie diese nicht mehr verdiente, weil sie in Belgien schon seit Jahren ununterbrochen den Dschihadismus propagiere.

El Aroud und ihr Anwalt führten an, dass sie sich seit ihrer Freilassung im Dezember letzten Jahres zu 100 Prozent an die belgischen Gesetze gehalten habe. Doch das Gericht in Brüssel entschied, der Al-Kaida-Dschihadistin den Pass zu entziehen. Ein solches Verfahren ist in Belgien immer noch außergewöhnlich.