Brüsseler Taxifahrer protestierten gegen Uber

Rund 200 Taxifahrer haben am Morgen gegen die umstrittene Mitfahrer- und Taxi-App Uber protestiert. Die Taxifahrer sind der Ansicht, dass ihnen ihre Uber-Konkurrenten Kunden abnehmen und bedauern, dass sie sich an strenge Regeln zu halten haben, während Uber quasi ohne kontrolliert zu werden arbeiten könne.

Am Dienstagmorgen haben rund 200 Brüsseler Taxifahrer am Rogierplein unweit des Nordbahnhofs und dem Einkaufszentrum City 2 gegen die ihrer Ansicht nach „unlautere“ Konkurrenz der Uber-Fahrer protestiert. Die Taxifahrer hatten während ihrer dreistündigen Aktion (zwischen 7 und 10 Uhr) allerdings darauf verzichtet, dort den Verkehr zu behindern.

Im Rahmen ihrer Aktion trafen die erbosten Taxifahrer auch Brüssels regionalen Mobilitätsminister Pascal Smet (SP.A) und Ministerpräsident Rudi Vervoort (PS). Sie kritisierten unter anderem, dass sie sich an strenge Regeln zu halten hätten, während ihre Uber-Kollegen so gut wie gar nicht kontrolliert würden. Die Taxifahrer fürchten auch ein „soziales Blutbad“, wenn der Taxiplan von Mobilitätsminister Smet umgesetzt werde.

Dies würde bis zu 1.800 Arbeitsplätze im Sektor kosten und die Stellen würden an Minijobber gehen, die ihrerseits für wenig Geld für Multinationals, wie Uber fahren müssten. Zudem würde die Aufstockung des Fahrzeugpools um weitere 1.200 Taxen den gesamten Sektor verwässern und die Rentabilität der derzeitigen Autos verringern.