Straßenglätte sorgte nur noch für wenige Probleme

Die Minustemperaturen in der vergangenen Nacht haben landesweit in Belgien für Verkehrsprobleme gesorgt, auch wenn die Streufahrzeuge fast rund um die Uhr unterwegs waren. Allerdings verlief die Stoßzeit im Berufsverkehr am Mittwochmorgen in etwa wieder normal. Auch am Brussels Airport in Zaventem hat sich die Lage nach den Wetterkapriolen der vergangenen Tage mehr oder weniger wieder normalisiert. Arbeitstechnisch bietet sich in dieser Hinsicht übrigens eine fast logische Lösung an.

Seit Dienstagabend waren die Streudienste unterwegs, um die Straßen und Autobahnen vor allem in Flandern für den Berufsverkehr am Mittwochmorgen sichern zu können.

Am späten Abend und in der Nach jedoch waren die meisten Fahrbahnen spiegelglatt, nach dem das Tauwasser durch die Minustemperaturen gefroren war. Zeitweise musste die Autobahn E34 nach Unfällen sogar gesperrt werden. In Antwerpen wurde eine Zeit lang nach Straßenglätte sogar kurzzeitig der Busverkehr der Nachverkehrsgesellschaft De Lijn unterbrochen.

Für die kommenden Stunden und Tage werden Temperaturen von bis zu 8°C angekündigt, aber auch Wind und Regen. Im Inland und in den Ardennen könnte es auch am Abend zu winterlichen Niederschlägen kommen, doch die Temperaturen bleiben über 0 Grad.

Nationalflughafen: Lage normalisiert sich langsam wieder

Inzwischen scheint sich auch die Lage am Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem wieder zu normalisieren. Hier waren in den vergangenen Tagen durch das heftige Winterwetter viele Flüge gestrichen worden und andere hatten stundenlange Verspätungen. Zahlreiche Fluggäste mussten in Hotels oder im Flughafen selbst übernachten. Doch am Mittwochmorgen haben alle Betroffenen ihre Flüge antreten können. Die Probleme, die am Brussels Airport und an den anderen Flughäfen in Belgien durch den Schneefall entstanden, sorgten auch an vielen anderen Airports in Europa für Schwierigkeiten.

Ist Homeoffice die Lösung bei schlechtem Wetter?

Das Königliche Meteorologische Institut (KMI) in Ukkel bei Brüssel schlägt in einem Gespräch mit der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad einen interessanten Weg vor, der bei Wetterkapriolen wie an den vergangenen Tagen gegangen werden könnte. Dabei ist die Rede von einem „Heimarbeit-Alarm“.

Über einen solchen Alarm könnten Arbeitgeber und Behörden ihre Beschäftigten dazu aufrufen, im Falle von Schneefall, Sturm oder Eisglätte von zu Hause aus zu arbeiten.

Dies sei oftmals besser, als sich in den Straßenverkehr oder auf die Bahn zu begeben, um dann durch das Wetter im Stau oder in verspäteten Zügen hängen zu bleiben. Dies würde die Staus in solchen Fällen deutlich verkürzen, so das KMI-Wettermann David Dehenauw in Het Nieuwsblad.

Verkehrsexperten und auch Belgiens Wirtschafts- und Arbeitsminister Kris Peeters (CD&V) begrüßten diesen Vorschlag noch am Mittwochmorgen. Nicht unerheblich ist in diesem Zusammenhang der volkswirtschaftliche Schaden, der durch die Wetter- und die chaotischen Verkehrsumstände z.B. am vergangenen Montag entstanden war. Dieser lag grob geschätzt bei rund 25,6 Mio. €.