Uber gehackt: Daten von 100.000 Belgiern geklaut

Das Management des umstrittenen Mitfahrer- und Taxisystems Uber hat Meldungen bestätigt, nach denen beim Hackerangriff im vergangenen Jahr auch die Daten von rund 100.000 belgischen Kunden gestohlen wurden. Damals wurden die Angaben von rund 57 Mio. Uber-Kunden aber auch von rund 600.000 Fahrern bei einem Hackerangriff entwendet.

Data News-Journalist Pieterjan Van Leemputten gab am Mittwoch bekannt, dass Uber ihm gegenüber den Datenklau bei rund 100.000 belgischen Kunden bestätigt habe. Dabei sollen vor allem Emailadressen und Mobilfunknummern entwendet worden sein. Kreditkartennummern oder Kontonummern sollen nicht unter den gehackten Angaben sein, so der belgische Journalist.

Dass Uber den Datendiebstahl bei seinen belgischen Kunden erst jetzt zugibt, ist für Beobachter seltsam, könnte aber seine Gründe haben. Doch schließlich gab Uber den bereits im Jahr 2016 begangenen Datenhack erst im November 2017 öffentlich zu.

Van Leemputten führt dies auf den Wechsel an der Uber-Spitze zurück: „Für mich hat dies mit dem neuen CEO Dara Khosrowshahi zu tun. Er will alles anders machen, als sein Vorgänger und Firmen-Mitbegründer Travis Kalanick. Ich erwarte denn auch, dass Uber auch Stellung zu anderen Ländern nimmt.“