Crowdfunding für "Höhe 80" dann doch erfolgreich

Nach eindringlichen Appellen an potentielle Spender und einem Crowdfunding konnte eine Gruppe von Archäologen doch ausreichend Geld sammeln, um Forschungsarbeiten an einem deutschen Schützengraben aus dem Ersten Weltkrieg in Wijtschate in Westflandern finanzieren zu können. Dort, wo damals auf dem Schlachtfeld die Verteidigungsstellung „Höhe 80“ lag, soll in absehbarer Zeit ein neues Wohngebiet entstehen.

Das Crowdfunding zur archäologischen Analyse der „Höhe 80“ brachte bisher rund 148.000 € zusammen, läuft aber noch bis einschließlich Sonntag, den 17. Dezember. Doch heute schon ist sicher, dass man im April 2018 mit den Untersuchungen dieser einzigartigen deutschen Stellung aus dem Ersten Weltkrieg beginnen kann.

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Vor einigen Tagen sah die Lage noch anders aus, doch neue Appelle fanden Gehör und es floss für die Forschung wichtiges Geld. Bis zum Beginn der Ausgrabungen will man noch versuchen, insgesamt 250.000 € zusammenzubekommen, doch dies sollte wohl gelingen, so die Verantwortlichen. Inzwischen kommen auch die Grundbesitzer der zu analysierenden Geländes ihrer Verpflichtung nach und beteiligen sich an der Finanzierung der archäologischen Arbeiten.

Vor einigen Tagen begannen die Vorarbeiten zu den Ausgrabungen. Ab April haben die Archäologen dann 60 Tage lang Zeit, ihre Arbeit zu verrichten. Danach sind die Bauferien in Belgien zu Ende und die Bauarbeiten für das Neubaugebiet können beginnen. Die Wissenschaftler sind sich sicher, ihre Untersuchungen an der „Höhe 82“ bis dahin abgerundet zu haben.

Spenden aus dem Ausland

Der Archäologe Simon Verdegem, einer der Initiatoren des Projekts, gab an, dass die meisten Spenden aus dem Ausland gekommen sind: „Die größten Beträge kamen aus den USA, gefolgt von Großbritannien und Deutschland. Belgien liegt nur auf dem vierten Rang.“

Spender und Unterstützer des Crowdfundings sind dazu eingeladen, an der Ausgrabungsstätte helfen zu kommen. Das haben einige von ihnen bereits getan. Manche, so Verdegem, seien dazu extra aus Amerika oder Kanada nach Wijtschate gekommen.

Damals auf der "Höhe 80"