Aus einem Knochenpuzzle wurde Ben der Dino

Im Museum für Naturwissenschaften in Brüssel ist ab diesem Wochenende Ben zu sehen. Ben, so wird hier ein Skelett eines Plateosaurus genannt, wurde in den vergangenen anderthalb Jahren auch mit Mitteln, die über Crowdfunding flossen, restauriert. Für die Restauratoren erfüllt sich mit dem Umzug von Ben in die mittlerweile weltberühmte Brüsseler „Dino-Galerie“ ein Kindertraum.

Ben ist ein fast komplett erhaltenes Skelett eines über 6 m langen und mehr als 210 Millionen Jahre alten Plateosaurus, der in einer Mergelgrube in der schweizerischen Stadt Frick entdeckt wurde. Vor einiger Zeit übergaben Schweizer Wissenschaftler Ben (benannt nach seinem Entdecker) dem Naturwissenschaftlichen Museum in Brüssel mit der Vorgabe, dass Skelett zu restaurieren und auszustellen. Das Museum nahm Ben an, doch zur Finanzierung des Projektes fehlte es an Geld. Schließlich musst etwa 200 Knochen und Knochenteile gereinigt, auf Dauer haltbar gemacht und zusammengesetzt werden.

Ein Anfang des Jahres lanciertes Crowdfunding brachte sogar mehr ein, als die erforderlichen rund 25.000 €. Mit den Mehreinnahmen wurde ein Making-Of-Video gedreht, dass für Ben als neue Attraktion werben soll. Ende des Jahres feiert das inzwischen über die Landesgrenzen hinweg äußerst populäre Wissenschaftsmuseum 10 Jahre Wiedereröffnung und dann zieht Ben in die Dinosaurier-Galerie. Sein Skelett wird dann unter einer gläsernen Vitrine ausgestellt, was eigentlich eher ungewöhnlich ist.

Für die beiden Paläontologen Koen Stein und Aldo Impens erfüllt sich mit dem Ende der Restaurierung von Ben ein Kindertraum, wie sie selbst angeben. Es sei eines der „schönsten Dino-Skelette“, die er jemals gesehen haben, so Stein. Am Wochenende wird Ben im Rahmen eines Dino-Familientages, im Naturwissenschaftlichen Museum in Brüssel der Öffentlichkeit vorgestellt. Ehrengäste sind dabei wohl einige Kinder, die Geld aus ihren Sparschweinen für das Crowdfunding „freigemacht“ haben, um Ben ein neues Leben zu geben…

Mehr Info: Museum für Naturwissenschaften in Brüssel